Letzte Frage

Was gesagt werden muss

Herr Kummer gibt Antwort

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Für die Beantwortung der „Letzten Frage“ in der Maiausgabe des 371 hatte ich Materialien in nahezu allen denkbaren Formen gesammelt und archiviert und zwar in Buchform, als Papierkopien, auf Speichermedien, insbesondere auf mindestens über 80 Disketten, auf mehreren verschiedenen Laptops; all dies hatte ich an meinen verschiedenen Wohnsitzen aufbewahrt. Praktisch überall, wo ich beruflich unterwegs gewesen bin, habe ich Hinweise erhalten, Ideen und Notizen gesammelt, ausländische Texte übersetzt, Literatur gesichtet und zusammengetragen. Diese habe ich entweder abgerufen und sofort gespeichert oder in Form von Notizen gesammelt.

Ich war ein hektischer und unkoordinierter Sammler. Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass etwas zu meinem Thema passt, habe ich es ausgeschnitten oder kopiert oder auf Datenträgern  gespeichert oder direkt übersetzt. Später habe ich gewisse Textstellen auch mal aus dem Internet herausgezogen,und auch diese abgespeichert. Eigentlich war das eine Patchwork-Arbeit, die sich am Ende auf viele Datenträger verteilt hatte.

Ich habe für jedes Kapitel eine Diskette angefertigt, ich habe unterschiedliche Ordner angelegt, ich habe über die Zeit hinweg auf vier unterschiedlichen Computern gearbeitet, die sich an unterschiedlichen Orten befanden. Übersetzungen habe ich manchmal auf langen Flügen vorgenommen. Ich habe auf Reisen an der „Letzten Frage“ gearbeitet, manchmal in Universitätsbibliotheken, am heimischen Küchentisch oder wenn ich bei einem Thinktank unterwegs war. Irgendwann hatte ich einen Wust an Informationen der allerdings, abgesehen von den Gliederungspunkten, keinerlei innere Ordnung mehr erkennen ließ. Ich wollte diese Quellen später entsprechend aufarbeiten. Tatsächlich ist das nur sehr mangelhaft geschehen. Die vielfache Arbeitsbelastung ist mir über den Kopf gewachsen, der Redaktionsschluss des 371 drängte, ich gab einen fehlerhaften Text ab, für den ich mich in aller Form entschuldigen möchte.

Hier nun meine Richtigstellung: Am Karfreitag fand ein Guerillakonzert in Chemnitz statt. Gemeint ist ein kostenloses, überraschendes Konzert, Musikfreunde bezeichnen diese Art von Darbietungen als Guerillakonzert. Dies hat nichts, wie ich irrtümlicherweise vermutete, mit der englischen Band Gorillaz zu tun. Aufgetreten ist die Band Kraftklub. Die Namensähnlichkeit mit der Formation Kraftwerk ist rein zufällig. Kraftklub ist keine Tribute- oder Coverband. Nicht das Flowerpower sondern die Diskotek Stairways kündigte nach den Ostertagen eine Schließung für die gründliche Renovierung ihrer Räumlichkeiten an. Eine Verbindung zwischen dem Guerillakonzert und den Baumaßnahmen besteht nicht. Nicht nur zwei Polizeiautos waren im Einsatz um den Veranstaltungsort abzusichern, sondern mindestens drei, sowie zwanzig Beamte. Superintendent Conzendorf ist nicht, wie von mir behauptet General-Superintendent.

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