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Burger unter Birken

Chemnitz bekommt einen Hans im Glück

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Chemnitz bekommt einen Hans im Glück

Groß wurde er angekündigt, der Ausbau der Inneren Klosterstraße zur vollwertigen Kneipenmeile, zum hippen, pulsierenden Treffpunkt Ausgeh-, Trink- und Esswilliger. Besonders heftig mit den Hufen gescharrt wurde dabei seit Anfang des Jahres in Erwartung einer besonderen Burgerfiliale: Der Franchisekette Hans im Glück.

Zumindest dieser Wunsch wurde den Chemnitzerinnen und Chemnitzern nun Ende November erfüllt. Verantwortlich für das langerwartete Franchise ist Gastronom André Gruhle, der bereits Betreiber von Gaststätten wie „Miramar“, „Pelzmühle“ und „Diebels Fasskeller“ ist. Mit seinem neuen Restaurant zieht es ihn nun erstmals auch direkt in die Innenstadt. Neben weiteren neuen Läden wie „Dean and David“ und dem griechischen „Bistro bei Spiros“ fühlt er sich gut aufgehoben: „Wir haben hier tolle Nachbarn, die verschiedenen Lokale ergänzen sich gegenseitig super“, erklärt er. Etwa ein Jahr lang plante Gruhle gemeinsam mit der GGG und der Stadt an der Neueröffnung. „Ich glaube es gibt in der Stadt einen Bedarf an guten Burgerrestaurants. Gemeinsam mit dem Diner ist das Hans im Glück nun eine gute Alternative zu McDonalds und Co.“ Es sei einfach Zeit gewesen für frischen Wind, erklärt er, abseits von verstaubten, alten Konzepten.

Und für frische Konzepte ist das Franchise-Unternehmen mit bereits rund 60 Restaurants in Deutschland bekannt. Neben normalen Burgern gibt es auch reichlich vegetarische und vegane Varianten, außerdem kann man sich für einen Burger ohne Brötchen entscheiden. Passend zum Name verweist die Speisekarte an eine bunte Märchenwelt: Burger und Cocktails tragen blumige Namen wie „Hofnarr“ oder „Birkenwald“. Und eben jener findet sich auch in der Inneneinrichtung wieder, denn hunderte bis zur Decke reichende Birkenstämme gehören zur Standard-Einrichtung aller Filialen und sollen das Lokal so in eine muckelige Waldlichtung verwandeln. Zu dem durch das Waldgefühl untermauerte Streben nach Nachhaltigkeit gehört außerdem auch das Anliegen, künftig keine Plastikstrohhalme mehr im Geschäft zu verwenden.

Auf der weitläufigen Fläche des Chemnitzer Lokals finden ab sofort knapp 200 Personen Platz. Im Sommer kommen vor dem Geschäft noch einmal 150 Außenplätze dazu. Den ersten Burger kann man übrigens auch schon mittags essen: 11 Uhr öffnen sich die Türen, unter der Woche bis 23, am Wochenende bis 0 Uhr. Um die Gäste kümmert sich ein neu eingestelltes Team von rund 50 Mitarbeitern, es sei eine coole Truppe, erzählt André Gruhle: „Bei uns bedienen Typen, Menschen ohne Uniform, die Kunden werden geduzt. Bei uns zu essen soll insgesamt einfach eine lockere, angenehme Erfahrung sein.“

Text: Lisa Kühnert Foto: Michael Chlebusch

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