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Neustart mit Burgern

Cab zieht vom Tietz auf den Brühl

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Martin Domke im neuen CAB

Die Coffee Art Bar zieht von der Zentralhaltestelle auf den Brühl. Dort verdoppelt sie nicht nur ihre Fläche, auch das Repertoire erhält ein Upgrade und Kinder einen Schallschutzraum im ehemaligen Chefbüro.

Ein neuer Platz für Muse und Freizeit ist auf dem Brühl entstanden. Das ehemalige Bankgebäude auf dem Boulevard bietet nun einer Gastronomie Raum, die in Chemnitz keine Unbekannte ist. Die Coffee Art Bar eröffnet dort am ersten November nach einigen Testabenden neu.Ursprünglich war die Bar im Erdgeschoss des Kulturhauses Tietz in Richtung Zentralhaltestelle angesiedelt. Bekannt wurde sie als Treffpunkt, der mit Bar, Livemusik und Ausstellungen punkten konnte, nach vier Jahren Betrieb ist damit nun allerdings Schluss.

Schuld daran, sind unter anderem die Ausschreitungen Rechtsextremer im vergangenen Herbst, wie Barbetreiber Martin Domke erzählt. „Danach war die Innenstadt wie ausgestorben“, so Domke, die Gäste seien zunehmend ausgeblieben. Also suchte der Gastronom mit seinem Team eine neue Bleibe, denn die Gastronomie aufgeben, wollten sie nicht. Mehrere Immobilien kamen in Frage, bis sie auf die Raume an der Unteren Aktienstraße 7 stießen. „Wir standen unter dieser tollen Deckenlampe und wussten: Das ist es“, erzählt Martin Domke. Es sei regelrechte Liebe auf den ersten Blick gewesen. Dass es auf dem Boulevard mittlerweile einige Konkurrenz in Sachen Gastronomie gibt, fürchtet er nicht. „Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass der Brühl noch einige Kneipen mehr vertragen kann“, so Domke.

Das Team wurde kurzerhand von 1,5 auf 5 Personen aufgestockt, eine zusätzliche Aushilfe wird derzeit gesucht. Das ursprüngliche Konzept der Einrichtung wolle man beibehalten, wenn auch in einer erweiterten Version. Nachmittags sollen vor allem Familien mit Kindern angesprochen werden, letztere können sich in einem schalldichten Raum ordentlich austoben. Der Clou: das frühere Büro des Bankchefs hat Glaswände, sodass Eltern ihre Kinder im Auge behalten können, während sie in Ruhe ihren Kaffee trinken. Von 17 bis 22 Uhr wird dann warme Küche angeboten, beispielsweise stehen Burger auf der Karte, am Abend werden Cocktails serviert. Dabei setze man, wie Domke erklärt, auf hochwertige Produkte und Spirituosen. Das „Art“ im Namen, will sich die Coffee Art Bar auch weiterhin verdienen. „Wir versuchen ein bis zweimal im Monat Konzerte zu veranstalten“, sagt er, auch DJ´s sollen ab und an auflegen. Gleichzeitig dient die Bar als Galerie mit wechselnden Ausstellungen für regionale Nachwuchskünstler.

Text: Sarah Hofmann Foto: Michael Chlebusch

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