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Vom Leguan zum Chamäleon

Iguana released Translational Symmetry

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Die Zeiten als reine Stonerrock-Band waren für „Iguana“ schon länger gezählt. Wenn das neue Album der Chemnitzer am 15. November erscheint, werden dennoch viele verblüfft über deren bemerkenswerte Evolution sein.

Im Jahr 2001 gegründet und seit 2007 in der Besetzung Robert Meier, Alexander Lörinczy, Alexander May und Thomas May unterwegs, markiert das neue Werk „Translational Symmetry“ einen bemerkenswerten Meilenstein für das Quartett. Mit der Veröffentlichung auf dem international renommierten deutschen Label „Tonzonen“ wird deutlich, welchen Status sich „Iguana“ über die Jahre in der Szene erspielt haben. Mit dem Album liefert die Band nun ihr vielschichtigstes und eingängigstes Material ab, ohne - laut Sänger Alexander Lörinczy - „die Roots zu vernachlässigen“.

Über mehrere Jahre wurde an den neuen Songs gefeilt, bevor die Band sie im Februar 2018 komplett live im Studio eingespielt hat. Dabei treffen typisch doomige oder treibende Stoner-Riffs auf wabernde Analog-Synthezizer, poppige Gesangsharmonien auf psychedelische Wah-Wah-Effekte. Verarbeitet werden Einflüsse von Jazzrock bis Electro und in kleine, progressive Mini-Epen von drei bis fünf Minuten gegossen - nur das knapp 9-minütige Instrumental „Rites of Passage“ mit seinen Verweisen auf deutsche 70er Krautrock-Ikonen tanzt dabei etwas aus der Reihe. „Das Album bietet die Chance unseren schon relativ einzigartigen Sound noch um weitere Facetten zu erweitern.“, so Lörinczy.

Viel Augenmerk wurde laut dem Sänger auf die Texte gelegt, bei denen sich neben persönlichen Erfahrungen auch mit dem Erstarken intoleranten Gedankengutes im Allgemeinen und der gesellschaftlichen Situation in Chemnitz im Besonderen auseinander gesetzt wird. Trotz des oft düsteren lyrischen Inhalts fließt das Album erstaunlich leichtfüßig und eingängig aus den Boxen. Davon kann man sich spätestens am 28.12. im AJZ Chemnitz überzeugen. Dann wird „Iguana“ das neue Album bei einem gemeinsamen Abend mit alten Wegbegleitern wie Suralin und Playfellow dem Chemnitzer Publikum präsentieren.

Bereits vorher kann „Translational Symmetry“ auf der Bandcamp-Seite „Iguanas“ vorgeordert oder im Fachhandel erworben werden. Denn neben einer CD-Auflage wird es eine limitierte LP-Version auf limitierten farbigen Vinyl geben, die bei einem Label wie „Tonzonen“ gerne auch einmal schneller vergriffen ist.

Text: René Thierfelder Foto: Robert Meier

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