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Kosmos sucht Welten

Kosmos Chemnitz geht in die zweite Runde

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Kosmos Chemnitz geht in die zweite Runde

Wie könnte die Stadt von Morgen aussehen? Kosmos Chemnitz beschäftigt sich mit genau dieser Frage. Jede*r darf mitmachen, sich und seine Ideen einbringen und die Innenstadt am 3. Juli in ein Festival der Vielfalt verwandeln. Wie das genau aussehen soll, wird nun verhandelt. 

Nicht allein die Auftritte von Herbert Grönemeyer und Tocotronic machten den 4. Juli 2019 unvergesslich, sondern vor allem die an diesem Tag präsentierte Vielfalt. Die geballte Buntheit von Vereinen, Bands, Künstlergruppen und Projekten, die sich an diesem Tag die Ehre gaben, brachte nicht nur tausende Gäste von außerhalb, sondern auch viele Chemnitzer zum Staunen. Das soll der Kosmos Chemnitz nun am 3. Juli erneut leisten, wenn auch dezentraler. Die Koordination des Tages hat derzeit die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft, kurz CWE, inne. „Unsere Rolle ist ganz klar, Raum und Infrastruktur zu stellen für die Projekte“, erklärt Frank Schönfeld. Er ist bei der CWE für den Bereich Kultur und Kreativwirtschaft zuständig und kümmert sich aktiv um den neuen Kosmos. Für die inhaltliche Ausgestaltung des Tages sei sein Arbeitgeber aber weniger zuständig, so Schönfeld. Ideen müssen aus der Stadt selbst kommen. „Alle, die zum Thema Zukunft etwas beitragen können, alles was die Demokratie fördert, dem bietet der Kosmos eine Plattform“, so Schönfeld. Wer Ideen für konkrete Veranstaltungen und Aktionen hat, könne sie vorstellen und einbringen. Die Leitung suche dann, so Schönfeld, nach Möglichkeiten der Förderung, Finanzierung und Umsetzung. Daran werde auch der Finanzbedarf des Events gemessen. Künftig solle es auch ein Kosmos-Parlament geben, das über die Projekte und deren Kuration entscheidet, das sei aber noch im Entstehen und als langfristige Idee gedacht. Und wer darf mitmachen? „Unsere einzige Barriere ist das Selbstverständnis des Kosmos“, erklärt Frank Schönfeld.

Dieses haben Beteiligte des vergangenen Jahres gemeinsam in Workshops erarbeitet und dient als Leitfaden für künftige Veranstaltungen. Das Selbstverständnis wird derzeit im ehemaligen „Open Space“ im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes hinter dem Marx-Monument an eine Wand projiziert. Dort hat der Kosmos nämlich sein offizielles Quartier aufgeschlagen, dort will er in diesem Jahr entstehen – transparent und partizipativ. Auch ist er weniger als ein Festival gedacht, vielmehr soll es ein Konglomerat vieler kleiner Einzelveranstaltungen mit dezentraler Organisation werden. Das Kosmos Chemnitz findet am 3. Juli in der Chemnitzer Innenstadt statt. Wer sich, seinen Verein oder seine Initiative beteiligen möchte, kann sich an die CWE wenden (Mail an info@cwe-chemnitz.de , Betreff: Kosmos) oder einfach donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr ins Hauptquartier kommen und direkt mit den Organisatoren ins Gespräch kommen.

Infos unter: www.kosmos-chemnitz.de

Text: Sarah Hofmann
Foto: CWE / Ernesto Uhlmann

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