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Das Mutmachbuch

Stephanie Barth und das Mutmachbuch

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Mit 27 Jahren erkrankt die Chemnitzerin Stephanie Barth an Brustkrebs - und krempelt daraufhin ihr ganzes Leben um. Nun hat sie ein Mutmachbuch geschrieben

Mit 27 Jahren erkrankt die Chemnitzerin Stephanie Barth an Brustkrebs - und krempelt daraufhin ihr ganzes Leben um. Nun hat sie ein Mutmachbuch geschrieben: Darin berichtet sie über 5 starke Frauen, die diese Herausforderung als die größte Chance ihres Lebens gesehen haben.

„Meine Diagnose war für mich der Anstoß, endlich meinen Träumen zu folgen“, erzählt Stephanie Barth über den Moment, der ihr Leben komplett verändert hat. 2018 erhält sie die Diagnose Brustkrebs und beschließt daraufhin, die Krankheit als Zeichen zu sehen. Zusätzlich zu ihrer Behandlung stellt sie ihre Ernährung um, besinnt sich auf ihren Körper und auf all das, was ihr wirklich gut tut. „Ich wollte eigentlich schon immer Fotografin werden, aber ich hab mich nie getraut“, erinnert sie sich zurück. Die Erkrankung ist für sie der Anlass, diesem Zögern endlich ein Ende zu machen. Am letztem Tag ihrer Therapie stellt sie ihre Seite online.

Auf ihrer Reise lernt Stephanie andere besondere Frauen kennen, die ebenfalls ihre Herausforderung in eine Chance umwandeln. Sie sammelt diese ganz individuellen Geschichten – und fasst sie in einem Buch zusammen. Fünf Frauen unterschiedlichsten Alters erzählen darin von ihren eigenen Erlebnissen, ihren Hindernissen, aber vor allem davon, was Ihnen Mut gemacht hat während ihrer Krankheit. Natürlich sei das Thema sehr individuell und auch sensibel, weiß Stephanie, aber: „Die Grundaussage des Buches ist, dass man selbst Verantwortung übernehmen kann für seine Gesundheit. Dass man auf sein Gefühl hören sollte und darauf, was einem gut tut.“ Das Mutmachbuch soll Frauen in der gleichen Situation vor allem eine Stütze sein. „Wenn man so eine Diagnose bekommt, dann ist es schön, wenn man als Frau auch weiß: Das ist jetzt keine Endstation, das ist nichts, was einen nur in ein tiefes Loch fallen lässt. Es gibt so viel, was man machen kann.“

Die ersten Bücher sollen zunächst kostenlos verteilt werden, an Frauenärzte, Mammazentren und Onkologen. „Das, was uns Frauen am meisten Kraft gibt, sind Geschichten von Frauen, die es geschafft haben und wie sie es geschafft haben. Aber so etwas gibt es nicht“, erinnert sie sich an ihre eigenen Erfahrungen zurück. Stephanies Vision: Jede Frau wird bei ihrer Diagnose dieses Buch in die Hand bekommen.

Noch bis zum 18. Dezember läuft auf Startnext eine Spendenkampagne zur Finanzierung der ersten 800 Bücher. Das erste Spendenziel wurde bereits erreicht – doch je mehr Geld am Ende gesammelt wird, desto mehr Frauen können am Ende das Buch in den Händen halten.

Mehr Infos: startnext.com/wunderschoen

Text: Lisa Kühnert, Foto: Steph Barth

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