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Määähr Halle

Neue Skatehalle wird konkreter

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Alex Beck mit dem Modell der neuen Skatehalle, hier beim internationalen Skatercamp „United By Skate“

Alex Beck mit dem Modell der neuen Skatehalle, hier beim internationalen Skatercamp „United By Skate“

Im Frühjahr hatte 371 vom Wunsch der Chemnitzer Skaterszene nach einer neuen, weit größeren Halle berichtet. Zum Jahresende könnte dieser Wunsch ein Stück näher an die Wirklichkeit rücken.

Ziemlich stolz präsentiert Alex Beck sein Papphaus. Naja, einen Architekturpreis würde er damit nicht gewinnen. Aber jetzt geht es auch noch nicht ums Äußere, Alex geht es ums Innere. Der Sozialpädagoge ist beim AJZ e.V. für die „Druckbude“ am Schönherrpark verantwortlich. „Weit über 10.000 Nutzer hat die Druckbude jedes Jahr“, hatte er dem 371 im März erzählt und damit aber  ein großes Problem benannt. „Die Halle ist mittlerweile zu klein. Wir haben hier nur knapp 700 qm zur Verfügung.“

Die neue Halle soll ca. 2500 qm groß sein, verteilt auf zwei Etagen und offen für alle relevanten Funsportler. Skater, BMXer, MTBer, Scooter und Inliner sollen genauso ihren Platz haben wie Freunde der neueren Funsportgruppen Parcours und Slackline. Sogar Menschen mit Handicap sollen den Parcours fahren können. Chairskating nennt man das im Funsportjargon. Nicht zuletzt soll den Chemnitzer Profis, aktuell fährt z.B. der MTBer Lukas Knopf im Weltcup mit, Jennifer Wohlrab gehört zum BMX-Olympiakader, eine leistungsfähige Trainingsstätte geboten werden. Alex Beck fasst die Wünsche an die neue Halle wie folgt zusammen: „Neben normalen Dingen, die wir jetzt noch nicht haben, wie Toiletten, Duschen, Heizung, Büro- und Lagerräume, freuen wir uns auf den Platz, der so eine Halle auf ein neues Level hebt. Eine Werkstatt zum Rampenbau und Reparatur der Sportgeräte z.B., ein kleines Café, einfache Übernachtungsräume für Gäste, ein kleiner Shop für Ersatzteile und viele kleine Specials mehr.“

Alex hat in den letzten Monaten viele Gespräche mit Stadträt*innen, Vertretern des Stadtsportbundes und der Oberbürgermeisterin geführt. „Das Feedback war sehr gut. Die Politik will nun prüfen, wie dieses Projekt umgesetzt und finanziert werden kann. Der Stadtsportbund will sich auch stark machen, weil hier viele moderne und zukunftsträchtige Sportarten vereint werden würden.“ Nun hofft Alex auf einen Stadtratsbeschluss im Dezember. In diesem soll festgelegt werden, dass die Halle in den Sportstättenentwicklungsplan eingefügt wird und damit das Planungsverfahren startet. Wenn das positiv verläuft, wird die Halle gebaut. „Wir hoffen 2021 oder 2022 einziehen zu können.“ Entstehen soll die Halle am Konkordiapark. Platz wäre noch an der Matthesstrasse/Ecke Leipziger, vielleicht sogar direkt im Park.

Text: Lars Neuenfeld Foto: privat

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