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Manufaktur mit Limit

Schönes am Rosenhof

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Denise Quarch, auch bekannt als „Donna Quichotte“ und Carola Thill-Morgner

Aus „Karl mag´s kreativ“ wird „Die Manufaktur“. Das Konzept des kurz aufploppenden und dann weiterziehenden Ladens bleibt jedoch und in diesem Rahmen eröffnet er nun am Rosenhof – gefüllt mit Kunsthandwerk.

Lampen an knorrigen Weinstöcken, Schmuck aus Muscheln und Haselnüssen - Wer gerade auf der Suche nach individuellen Weihnachtsgeschenken ist, hat in diesem Monat am Rosenhof gute Chancen, fündig zu werden. Im ehemaligen Kulturhauptstadtbüro öffnet nämlich für einen Monat „Die Manufaktur: PopUp Store“. Dahinter verbergen sich Denise Quarch, auch bekannt als „Donna Quichotte“ und Carola Thill-Morgner, alias „Muschelfee“. Ihre Idee: sogenannte PopUp-Stores, also Läden auf Zeit. „Wir können uns auf Dauer einfach keinen festen Laden in der Innenstadt leisten“, sagt Quarch, für kurze Zeiträume würde das aber funktionieren.

Die beiden Kunsthandwerkerinnen bekommen von der städtischen Wohnungsgesellschaft „WIC“ jeweils Räumlichkeiten vorgeschlagen, die diese dann für einen kurzen Zeitraum anmieten können. Ihren ersten Versuch starteten sie im August, ein voller Erfolg. Damals hieß das Projekt noch „Karl mag´s Kreativ“, aus Urheberrechtsgründen nannten sie es nun aber in „Die Manufaktur: PopUp Store“ um und dabei wollen sie bleiben. Alles andere kann wechseln. So arbeiten sie im Dezember am Rosenhof mit drei weiteren Kunsthandwerkern zusammen: „Die Selbermachwerkstatt“ aus Leipzig mit Handlettering und Papeterien, „Frau Dr. Himbrombeere“ mit Handgenähtem und „BreakfastPrint“ mit mobilem Siebdruck. „Jeder darf seine Waren gleichberechtigt präsentieren und bekommt gleich viel Raum“, erklärt Denise Quarch.

Die Künstler sollen aber in jedem PopUp-Store wechseln, außerdem soll er stets an einem anderen Ort stattfinden. Quarch und Till-Morgner sind die Konstanten, ebenso die Idee, Kunsthandwerk zu verkaufen. Wobei, auch das ist optional, wie Denise Quarch erzählt. „Wir können auch uns vorstellen Workshops anzubieten“, sagt sie. Und noch einige weitere Ideen haben die beiden Künstlerinnen in petto. Sie wollen künftig mit verschiedenen Räumen an unterschiedlichen Orten experimentieren, ebenso mit dem Konzept Laden. Das Projekt hat bei Facebook eine rege Community, dort können sich Kunsthandwerker bewerben – schon jetzt gäbe es viele Interessierte für kommende Projekte. Der Laden am Rosenhof 6 hat noch bis zum 21. Dezember von Mittwoch bis Samstag zwischen 12 und 20 Uhr geöffnet, ebenso an verkaufsoffenen Sonntagen.

Text: Sarah Hofmann Foto: Michael Chlebusch

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