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Rebellen im Rahmen

Rebell Art Galerie am Brühl

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Guido Günther von Rebel Art

Ende August zog mit IBUG und Brühlfest die urbane Kunst ins Zentrum und richtig viele Menschen an. Man hörte sogar auswärtiges Künstlerlob auf Stadt und Leute. Ist man als Chemnitzer gar nicht so gewohnt, könnte man sich aber durchaus dran gewöhnen. Gute Nachricht: Ein weiteres Stück Urban Art hat sich nun auf dem Brühl eingerichtet und ist gekommen, um zu bleiben und regelmäßig frischen Kunstnachschub in den Kiez zu holen.

Mit der Rebell Art Galerie erweitert das Fachgeschäft für Künstlerbedarf, Fassadengestaltung und Werbemittel sein Spektrum um die Präsentation und den Verkauf urbaner Kunst - zu finden an der Kreuzung Brühl/Elisenstraße im weithin sichtbar gestalteten Eckhaus. Hier bezogen Guido Günther und seine Galeristin Nadja Voß eine große Ladenfläche und wollen Künstlern aus der Szene, die sie sowieso kennen und mit denen sie teils schon seit Jahren zusammenarbeiten, ein zu Hause bieten. Dabei soll nicht das schnöde Graffito an der Wand hängen, sondern vor allem das, was in der teils jahrzehntelangen Beschäftigung aus den Wurzeln der Urban Art hervorgegangen ist.

Die Eröffnungswochen liefen erstaunlich gut, wie Guido Günther erzählt. Mit den dort erzielten guten Verkäufen hatte er gar nicht gerechnet. Denn, dass sich eine Galerie erstmal etablieren muss, weiß er. Deshalb hat er sich auch Nadja Voß ins Boot geholt. Zum einen, weil die Münchnerin, wie er meint, als studierte Künstlerin das nötige Fachwissen für die Kundenbetreuung mitbringt, zum anderen, weil sie mit ihren Beastiestylez selbst in der Szene aktiv ist und auch im Süden des Landes über gute Kontakte verfügt.

Den ersten öffentlichen Auftritt außerhalb der Stadt hat die Rebell Art Galerie zur Stroke, einer Kunstmesse, die Anfang Oktober in München stattfindet. In der Galerie selbst soll etwa aller drei Monate eine Vernissage gefeiert werden. Aus der Eröffnungsausstellung sind neben Kunst von Guido Günther selbst - die Hausmarke sozusagen - derzeit noch Werke von Markus Esche zu sehen. Geöffnet ist die Galerie künftig regelmäßig auch unter der Woche, denn im Laden hat auch der Verkauf von Künstlerbedarf aus der Szene wieder einen festen Platz nach dem Umzug vom anderen Ende des Brühls gefunden. Praktisch kann man sich also nach dem Betrachten der Vorbilder gleich  ans eigene Werk machen. Wem es an Talent oder Geld für Originale mangelt, dem stellt Guido Günther in Bälde auch Drucke aus der Urban Art in Aussicht.

Text & Foto: Michael Chlebusch

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