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Begehungen erreichen das Zentrum

Kunstfestival zieht 2012 ins Forum

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Das Kunst-Festival Begehungen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Leerstand in Chemnitz mit neuem Leben zu füllen und Abseitiges in den Blickpunkt seiner Bewohner und Besucher zu rücken.

Dass ein solcher Ort auch mitten im Zentrum der Stadt stehen kann, ist wohl einer der liebens- und leidenswerten Züge dieser Stadt. Das Objekt der diesjährigen Begehungen vom 16. bis 19. August 2012 ist das „Forum“ hinter der Parteisäge hinter dem Marx-Kopf, wo es sich seit langem Versteckt. Bekannt sein dürfte es vor allem Partyfreunden, die das ehemalige DDR-Veranstaltungszentrum noch aus der jüngeren Vergangenheit kennen dürften. Nun soll der ungenutzte Bau von der Kunst zu neuen Horizonten geführt werden.

Das Thema der Begehungen 2012 ist "In der Zwischenzeit" und befasst sich mit Taktung und Zwischenräumen der syn- und diachronen Aspekte menschlichen Lebens. 70 Bewerbungen sind dazu schon eingegangen, 46 aus dem Ausland. Mit der Bekanntgabe des Ortes hofft der Begehungen e.V. nun auf noch mehr Resonanz, und vor allem Konzepte die sich auch auf den Raum selbst beziehen. Dieser steht im Kontrast zum letztjährigen, der JVA. Statt kleiner Zellen prägen das Forum große, sozialistisch geformte Säle und Foyers. Dabei müssen sich mehrere Künstler die wenigen großen Räume der beiden Etagen teilen, was erstmals auch ein Wechselwirken ihrer Werke ermöglicht. Diesmal sollen etwas weniger Aussteller als im letzten Jahr eingeladen werden, auch um die Betreuung durch die ehrenamtlichen Organisatoren intensiver gestalten zu können.

Text: Michael Chlebusch Foto: Franziska Kurz

Erschienen im 371 Stadtmagazin 05/12

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