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Ecken und Enden: Am Eintracht-Park

Teil 7: Am Eintracht-Park

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In zehn (oder mehr) aufeinander folgenden Ausgaben wollen wir 100 Geschichten über Chemnitz erzählen. Dabei richten wir unseren Blick auf Mikroareale und zwar von den Orten aus, die das 371 sowieso fokussiert: den Orten der Kultur und der Zerstreuung.

Ausgangspunkt ist diesmal das alternative Wohn- und Kulturprojekt „Kompott“ an der Leipziger Straße und der angrenzende Konkordiapark.

Auf diesem Areal herrscht selten Stille. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Konkordiastraße, welche dem Park seinen Namen verleiht, unterteilte einst als kleinere Querstraße zur Hartmannstraße das große Wohnkarree in zwei etwa gleichgroße Hälften, wie sie heute den Park teilen würde, wenn es sie noch gäbe. Die letzten existierenden Häuser aus jener Zeit wurden 2006 abgerissen, während der Konkordiapark die Brachlandschaft dahinter seit 2002 neu definiert.

2014 wurde er komplett saniert und ist gewissermaßen der kleine, dreckige, quicklebendige und viel agilere Bruder des großen und vor sich hindämmerden Hartmannplatzes, der nur selten aus seiner steinernen Ruhe gerissen wird. Zwischen rollenden Brettern und Rädern, Graffiti, Abgängen an Rampen, zwischen Odradek und Zukunft, zwischen Konzerten, Skate-Events, Basketballkörben und noch vielem mehr pulsiert hier scheinbar das junge urbane Leben.

Also wäre es doch verwunderlich, wenn rund um diesen Park und auf ihm nicht weitere Geschichten warten und nur von Eintracht erzählen würden.


Johanna auf dem Sportplatz
Die vom 371 haben gesagt, ich soll für das neue Heft über die Chemnitzer Skaterszene schreiben. Endlich mal ein Vice-Thema...

Jan in der Ermafa Country
Was ist das für ein seltsames Gelände? Brachland mit Sportgeräten? Industriegelände mit Parkanschluss? Der Konkordiapark befindet sich an der Hartmannstraße Ecke Leipziger Straße.

Beate shoppt sich jung
Ich bin in der DDR aufgewachsen, da war alles irgendwie Zweite Hand, nur hat man das nicht so genannt. Nach der Wende eröffnete in Chemnitz der erste Second Hand auf dem Sonnenberg...

Szymmi und der Bolzplatz
Verschwitzt, kaputt und außer Atem treffe ich Michael Spiegler in einem Hinterhof auf dem Brühl. Dort leitet er gerade den Ausbau eines der Projekthäuser.

Nina, Borschtsch und eine Diskokugel
Ich habe schon immer eine gewisse Zuneigung gegenüber der russischen Mentalität verspürt. Zumindest die Lebensart, die ich mitbekomme und mitbekommen will.

Johannes und der Grüne Daumen
In Zeiten zunehmender Stadtbebauung, Grünflächenrodung und Desertifikation haben innerstädtische Naturoasen immer häufiger das Nachsehen.

Michael und die Tageszeiten
Mit der Kunst des 19. Jahrhunderts hat er‘s nicht so, der Grotesk. Vielleicht heißt er auch Crotgsr, oder so. Man sollte sich beim Taggen vielleicht ein kleines bisschen mehr Mühe geben...

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