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Klein aber Fein Teil II

Open Air um die Ecke

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Lachen am Strand, Lärmen im Vogtland: Dyse

Auch auf die Gefahr hin, dass diese Tipps eure und unsere Kohlendioxidbilanz verhageln, müssen  wir diesmal einfach auf drei Festivals hinweisen, die natürlich auch zu Fuß zu erreichen sind.

Nur könnte dies etwas länger dauern. Und um ehrlich zu sein, was gibt es schöneres als im Sommer bei offenen Seitenfenstern die eigene Lieblingsmusik zu hören und sich so schon einmal langsam auf die Festivals einzustimmen?

Radau am Stau
Am Stausee Brandrübel in Schmölln in Thüringen kann man herrlich entspannen. Besonders jedoch, wenn es dort heißt: Radau am Stau. Hinter diesen drei Worten verbergen sich zwei Tage mit viel Liebe zum Detail, zwei Bühnen und über 20 interessanten Bands, die den weiten Bereich zwischen Reggea, Ska, Dancehall und Rock ausloten. Ob Bluekilla, die für pure ska since 1985 stehen, Le Fly aus Sankt Pauli, die nach eigener Aussage einfach nur St. Pauli Tanzmusik machen, oder auch Buzz Drive LS The Bubble Bang Band, deren Frontman schon bei Sazón sang und als Mc das Rockstone Soundsystem veredelt: Die Qualitätsdichte an Musikformationen ist einfach hoch. Und ob das Wetter mitspielt oder nicht, ein kleiner Kurztrip nach Thüringen lohnt sich an diesem Wochenende auf jeden Fall. 8. - 9. Juli, Stausee Brandrübel, www.radauamstau.de

Festival L*abore
Die Organisatoren selbst bezeichnen es als das schönste Festival der Welt. Jetzt könnte man meinen, das sei etwas hochgegriffen. O.k., stimmt. Aber zumindest ist das Festival L*abore eines der schönsten Festivals der Region und das schon seit Jahren. Eine Fahrt nach Hauptmannsgrün ins nahe Vogtland lohnt sich immer. Sei es wegen der handausgesuchten Bands, den relaxten Besuchern, dem übersichtlichen Gelände oder einfach wegen der herrlichen Atmosphäre nahe am Badeteich mitten im Grünen. Und auch dieses Jahr verspricht die musikalische Menükarte unterhaltsame Stunden. Unter anderem geben sich die Krawallbrüder Dyse aus Jena die Ehre, genauso wie die Postrock-Loopspezialisten WeberMichelson aus Leipzig, die Mathrocker Future Flexus aus Berlin oder Solander aus Malmö. Dazu kann man nicht viel sagen außer: Einfach ein Zelt mitbringen, es aufbauen und ein Wochenende abtauchen in die vogtländische Gastfreundschaft. Unbedingter Tipp. 22. - 24. Juli, Hauptmannsgrün, www.borwaerk.de

Sun Flower Festival:
Hier herrscht eine wirklich große Anzahl an Bühnen und Acts vor. Fast könnte man glauben, dass die Sun-Flower-Organisatoren ein ganzes Jahr in Freiberg im Bergwerk verbrachten und nun innerhalb von drei Tagen alles nachholen wollen. Für die Besucher umso besser. Also raus an die Sonne und los geht´s. Auf der Sunflower Stage gibt es besten Reggae, Ska, Blues und Rock zu erleben. Ob nun Transmitter oder Oranzas Brivdienas aus Lettland. Hier wird nicht zeitig geschlafen.

Die Rockstage dagegen ist ein Refugium, wo sich Bands wie Dante´s Dream, Zen Zebra oder die Phentaphone die Gitarren in die Hand geben. Eine Art Stage lädt zu Lesungen, Theater und Kleinkunst ein, während man immer wieder einmal schnell auf die Dub- oder Spacestation verschwinden kann. Eine Kids Area mit Kinderbetreuung und viele Workshops runden dieses rundum gelungene Komplettpaket ab. Das Ende des Monats kann kommen. 29. - 31. Juli, Freiberg, www.sunflowerfestival.de

Ähnliche Artikel im 371 Stadtmagazin: Klein aber fein (Juni 2011)

Text: chezz Foto: Promo

Erschienen im 371 Stadtmagazin 07/11

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