Magazin

Michael stöbert in einem Reisetagebuch

Veröffentlicht am:

Rabenstein ist ja das Saint-Tropez der Region. Wasser, schöne Menschen und Wellnessangebote soweit das Auge reicht. Für den gestressten Kaßberger der ideale Ort, um sich aus dem hektischen Großstadtleben auszuklinken. Dem 371 wurde das Reisetagebuch eines dieser Urlauber zugespielt.

_Tag 1:
Nachdem ich mir meinen Schlafplatz gesucht habe (Randstreifen neben der Autobahnbrücke), beschließe ich den Tag ruhig anzugehen. Ein Bad im Stausee und ein nobles Cola-Eis und schon bin ich im Urlaub angekommen. Ich fühle mich von einer Energie erfasst wie lang nicht mehr. Gut, dass neben dem See ein Kletterwald steht. Lehrpfad ist für Kinder, ich steige gleich beim Parcours „Überflieger“ ein.

_Tag 2:
Der nette Herr mit der Leiter hat mich am Morgen von der Plattform geholt. Angeblich wurde mein Rufen zum Feierabend überhört. Heute beschließe ich es ruhig anzugehen und besuche die Burg Rabenstein. Zugegeben, das hatte ich mir etwas herrschaftlicher vorgestellt. Aufgrund der beengten Verhältnisse in der kleinsten Burg Sachsens gebe ich meine Eroberungspläne auf. Was nützt die fetteste Raubritterbeute, wenn da kein Platz fürs Heimkino ist.

_Tag 3:
In den Felsendomen habe ich einen Elefanten gesehen. Der wurde aus Stein gehauen, ist aber im Vergleich zum menschenscheuen Bestand des Rabensteiner Wildgatters ein echtes Erfolgserlebnis. Habe versucht dem Elefanten die Schatzkiste zu klauen und wurde der Höhle verwiesen. Ich gehe bei den Chembows zum Bogenschießen. Bei den anderen sieht das so professionell aus, aber die Stöpsel meiner mitgebrachten Pfeile haften einfach nicht an der Zielscheibe.

_Tag 4:
Bald ist die Woche um und ich habe noch so viel nicht gesehen. Das beschließe ich, mit einem Schlag zu ändern, ich erklimme den Aussichtsturm am Hoppberg, errichtet von der Rabensteiner Bürgerinitiative und angeblich der kleinste Sachsens. Mit einer Leiter muss mich diesmal keiner runter holen: Ich übersehe die Tatsache, dass erst in den kommenden Wochen wieder Bretter auf der Plattform angebracht werden sollen. Der Landschaftsblick beim Fallen war trotzdem schön.

Text: Michael Chlebusch, Foto: Maik Irmscher


Von Ecken und Enden
Die Stadt in 100 Geschichten - Teil 3: Das Regenerationsterrain Rabenstein.

Johanna erlebt eine Busfahrt durch Stadt und Rand
In das Naherholungs-Mekka Rabenstein kann man mit dem Auto fahren, das ist bequem und geht schnell. Man kann zu Fuß gehen, das ist sportlich und heißt wandern.

Jan und die Eselei
Während in der Innenstadt von Chemnitz heroische Monumente wie der Karl-Marx-Kopf den Spaziergänger einzuschüchtern versuchen, findet sich am Stadtrand charmante Volkskunst im öffentlichen Raum.

Lisa trifft einen Camper
Als Dauercamper muss man wohl die Natur und provisorische Toiletten richtig sehr lieben, anders kann ich mir solch ein Leben nicht erklären.

Szymmi blickt zurück mit Thomas Resch
(Splash Entertainment AG / Gastrobüro)

Nina reflektiert über Recycling und Kunst
Ich bin ein sehr umweltliebender Mensch. Umso bedauerlicher ist es, dass es auf mein Lieblingsgetränk - Kümmerlingschnaps, da könnte ich mich rein legen - keinen Pfand gibt.

Szymmi blickt aufs Jetzt mit Christopher Möller
(Kosmonaut Festival / Rakete Mit K GmbH)

Johannes und das Prinzip Huhn
In der gekrönten "Autostadt Chemnitz" sind die Bewohner stets daran interessiert, sich auch außerhalb ihrer vier Reifen nicht mühselig - Schritt für Schritt - fortbewegen zu müssen.

Johanna erlebt eine Busfahrt durch Stadt und Rand
In das Naherholungs-Mekka Rabenstein kann man mit dem Auto fahren, das ist bequem und geht schnell. Man kann zu Fuß gehen, das ist sportlich und heißt wandern.

Maik sucht nach Motiven
Die Chemnitzer Natur in Fotos.

Zurück