Magazin

Von Ecken und Enden: Am Ursprung

Veröffentlicht am:

In zehn (oder mehr) aufeinander folgenden Ausgaben wollen wir 100 Geschichten über Chemnitz erzählen. Dabei richten wir unseren Blick auf Mikroareale und zwar von den Orten aus, die das 371 sowieso fokussiert: den Orten der Kultur und der Zerstreuung.

Ausgangspunkt ist diesmal der Ursprung. Hier, wo alles Begann.

Eigentlich relativ unspektakulär. Hier, so am Ursprung. Hier, wo im Jahr 1136 mit der Gründung eines Benediktinerklosters gleichzeitig die Geschichte von Chemnitz beginnt. Doch anstatt geheimer Riten, ominöser Sekten, verschlüsselter Schriftzeichen oder dunkler Tunnel, die über klug ausgetüftelte Fallen in einem dunklen Gewässer münden: Nichts. Wirklich nichts. Naja, ganz nichts nun auch nicht.

Anstelle eines dunklen Gewässers gibt es immerhin den 1493 als Fischteich angelegten Schlossteich, das Schlossbergmuseum, die Schlosskirche und ein bisschen Spätmittelalterfolkore als Essmeile mit Gastwirtschaften, die sich zum Teil in den ältesten noch erhaltenen Wohnhäusern von Chemnitz befinden. Also Orte, wohin man gerne Besucher von außerhalb schickt.

Alles in allem verwundert es deshalb auch nicht, dass sich so berühmte Archäologen wie Howard Cartner, Heinrich Schliemann, Indiana Jones oder Lara Croft hier nie blicken ließen. Anders die Redakteure und Redakteurinnen vom 371.

Ob in einer Türmerwohnung, einem Park für die Jugend, zwischen Krankheitsstatistiken, in einem Museum, einem abgelegenen Bistro oder einfach nur bei einem Spaziergang: Geschichten lauern schließlich überall.

Foto: André Koch


Nina zieht um
Chemnitz hatte bis in die Neuzeit einen Türmer. Nun ist das Amt verwaist. Für Nina Anlass genug, mal über ihre Zukunft nachzudenken.

Michael schlägt den Bogen
Also wenn die Chemnitzer Museumslandschaft die Fanta Vier sind, dann ist das Schlossbergmuseum Andy Y. Während die anderen drei ständig im Rampenlicht stehen, sitzt das Schlossbergmuseum unauffällig im Hintergrund und haut die Baselines raus, die das Ganze zusammenhalten.

Jan und der Nasenbrunnen
Ist der blumige Brunnen auf dem Schlossberg das Ergebnis von Erich Honeckers Schnupfen? Vielleicht.

Lars hat Schmerzen
Jährlich gibt die AOK einen Gesundheitsbericht heraus. Daraus könnte man doch einen Artikel machen: Schockierend! So krank ist Chemnitz wirklich!

Szymmi geht zur Gastro um die Ecke
Das Fachwerk-Viertel am Schlossberg gilt als Chemnitzer Bermuda-Dreieck der gutbürgerliche Gastronomie. Szymmi speiste hingegen im Gastro-Eck, nur 100 Meter entfernt, und fand eine ehrliche Hausmannskost.

Johanna geht spazieren
Es gibt Orte in Chemnitz, die sind tatsächlich schön, und deshalb fast schon wieder hässlich. Der Schlossteich könnte so ein Ort sein. Oder besser: Er ist so ein Ort.

Zurück