Total neu
Timbuktu ist nicht nur das Synonym für einen entlegenen Ort, sondern auch Chemnitzer Partnerstadt. Zudem ist Timbuktu jetzt auch der Titel der neuen Lesebühne, die am 9. Februar im Weltecho ihren Auftakt feiert. Und da Satire zur Zeit sehr kritisch beäugt wird (siehe TAZ-Kolumne über Chemnitz), fiel die Namenswahl für die Veranstaltung fast logisch auf jene Stadt, die gleichzeitig Distanz und Nähe zu Chemnitz verkörpert. Nachdem Organisator Frank Weißbach schon den Poetry Slam erfolgreich in Chemnitz etabliert hat, soll nun auch das Format der Lesebühne mit regionaler Ausrichtung seinen Platz in der hiesigen Kulturlandschaft finden: „Wir lesen Literatur, die unterhalten darf - machen also eher eine Literaturshow. Lachen ist durchaus erlaubt. Andererseits versuchen wir, da wir (fast) alle Chemnitzer sind, auch mal den einen oder anderen kritischen Blick auf das Stadtgeschehen zu werfen.“
Vier Künstler präsentieren zum Einstand ihre Texte: Der Chemnitzer Schriftsteller Hans Brinkmann, Lothar Becker, Lesebühnenautor und Musiker; Michael Chlebusch, Chemnitzer Journalist und Karl Steeg, der das Publikum vom (noch) unbekannten Genre der Videotie überzeugen will.