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Heiß und Fettig

Frittenbude servieren Pommes blauweiß

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Frittenbude gelten als der Remmidemmi-Act der Stunde. Gerade Studierende flippen auf den schweißtreibenden Sound, wie der aktuelle Tourplan der vier Bayern beweist. Ein Campusfest jagt das nächste und mittendrin findet sich auch unser schönes Dorf an der Reichenhainer. 371 sprach mit Gitarrist Martin Steer über Chemnitz, Campus und den Cube Club.

Hallo Martin, Ihr wart ja schon mal in Chemnitz...
Ja, letztes Jahr im Cube Club. Das war auch echt cool.

Den Cube gibt es übrigens nicht mehr.
Oh, schade. War ein cooler Club.

Ihr kommt aus Bayern. War das euer erstes Mal im Osten der Republik?
Naja, als Kind war ich mal in...

...Ostberlin zählt nicht!
Hmmm, ich glaub zum ersten Mal im Osten war ich auf dem Splash! Festival. Ich war also schon zwei Mal in Chemnitz!

Am 9.6. dann ja zum dritten Mal. Diesmal auf dem Campus Open Air.
Ja, da freuen wir uns auf jeden Fall schon drauf! Open Air ist auch immer ne ganz andere Geschichte. Als wir letztes Jahr im Cube waren, gingen die Leute schon gut ab, aber da geht noch einiges mehr...

Würdet ihr denn zu eurer Musik genauso abgehen, wie es eure Fans tun?
Puh, keine Ahnung. Gute Frage. Also, du meinst, wenn wir im Publikum stehen würden und uns beim spielen sehen würden?

Genau!
Ich denke, ganz so krass würden wir da nicht ausrasten. Das ist teilweise schon echt heftig, wie die abgehen. Aber die sind ja auch noch ein Stück jünger als wir. Die haben da noch Reserven. Außerdem gehen wir ja auf der Bühne ab, das muss reichen!

Studiert ihr eigentlich?
Nein. Momentan hätten wir auch gar keine Zeit dafür. Wir sind voll ausgelastet mit Frittenbude. Aber ich will auf jeden Fall später noch studieren.

Tatsächlich? Was denn?
Irgendwas mit Musik. Ja, in die musikalische Richtung sollte es schon gehen. Also vielleicht was mit Musik-Business oder so...
Apropos Musik-Business: Ihr seid ja nun seit einiger Zeit bei Audiolith gesigned. Das Vorzeige-Indie-Label für Elektro-Punk...
Ein geiles Label!

...aber die Künstler sind sich alle sehr ähnlich. Bratze, Egotronic, Saalschutz...
Ja, und das ist auch gut so. Die Bands klingen zwar verschieden, aber du kannst „Der Tante Renate“ anhören oder „Supershirt“ und weißt sofort, dass ist Audiolith! Klar wird man dann eher als Teil des Labels wahrgenommen, aber das stört uns nicht. Wenn wir auf einem anderen Label wären, würden wir vielleicht mehr polarisieren, aber wir wollen das eigentlich gar nicht. Wir stehen auf diesen Community-Gedanke. Jeder macht Remixe für den anderen, wir gehen gemeinsam auf Tour und sind einfach alle ein Teil der großen, bunten Audiolith-Familie.

Schön, wir sind gespannt! Wollt ihr euren Fans in Chemnitz noch etwas auf den Weg geben?
Ja, macht euch fit für den 9.6.! Schlaft euch aus! Oder schlaft lieber überhaupt nicht, manchmal ist das ja besser. Keine Ahnung. Wir freuen uns!

Interview: Felix Kummer Foto: Promo

Erschienen im 371 Stadtmagazin 06/10

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