Ganz schön Heavy
Ostdeutschlands größtes 24 Stunden-Rennen
Den 18. und 19. Juni sollten sich nicht nur Mountainbike-Fans dick im Kalender anstreichen. Wenn im Rabensteiner Forst die Biker ihre Rennrunden drehen, steht mittlerweile halb Chemnitz im Wald.
Beharrlichkeit zahlt sich aus. Was 2007 als verrückte Idee einiger Downhill-Freaks begann, hat sich mittlerweile zu einem der größten Events seiner Art in Europa gemausert. Die Rede ist vom „Heavy24“, dem 24 Stunden Mountainbike-Rennen im Rabensteiner Wald. Im ersten Jahr säumten gut 2000 Besucher die Rennstrecke und feuerten die gut 400 Starter an. Heuer erwarten die Organisatoren immerhin 10.000 Besucher und das Starterfeld könnte erstmals vierstellig werden. Für Unwissende sei erklärt: Ein 24 Stunden-Rennen funktioniert nach dem Prinzip eines Staffellaufs. Teams unterschiedlicher Stärke können sich hier messen, vom 2er – bis 8er Team ist alles möglich. Sogar Einzelstarter und Tandemfahrer wurden schon gesichtet. Wichtig ist, dass jedes Team 24 Stunden im Sattel bleibt. 2010 wurden auf diese Art und Weise unglaubliche 102.384 Kilometer zusammengefahren. Aber auch diese Zahl wird wohl 2011 übertroffen werden, sieht man sich in der Org-Crew doch schon auf einer Höhe mit den größten Events dieser Art in Europa.
Bei aller harter Wettkampfmanie kommt beim Heavy24 der Spaß aber nicht zu kurz. Weil das Rennen direkt am Stausee Rabenstein stattfindet, werden zum Start des Radwochenendes die Bikes erstmal ordentlich nass gemacht. Am Freitagabend geht es mit einem spektakulärem Lake-Jump-Contest los. Von einer Jury werden die verrücktesten Jumps via Mountainbike in den Stausee prämiert. Damit aber nicht genug: „Wir versuchen die Besucher noch näher an das Renngeschehen heran zu bringen.“ erläutert Mitirganisator Alexander Liebers das Konzept für 2011.
Eine große Videoleinwand, vergrößerte Einsicht in die Wechselzone und nicht zuletzt die Atmosphäre eines „Rad-Volksfestes“ gehören da zum Anspruch des Heavy24-Rennens. Kids-Race und Speedshows sorgen für zusätzliche Kicks bei Zuschauern und gerade pausierenden Fahrern. Apropos Pause: Ein Team von professionellen Physiotherapeuten steht auf dem Veranstaltungsgelände zur Verfügung. Hier können sich die Fahrer des Rennens kostenfrei massieren lassen.
Noch bis zum 6. Juni können sich Teams in verschiedenen Kategorien anmelden, für ganz Spätentschlossene ist die Tür sogar noch bis zum 17. Juni geöffnet.
Erschienen im 371 Stadtmagazin Heft 06/11
Foto: Lieselund / photocase
