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Neue Werke

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Aktuelle Kunst aus Sachsen zusammenzutragen ist Ziel der städtischen Kunstsammlung Neue Sächsische Galerie – Kunst nach 45. Beginnend bei den heute exotisch wirkenden Aufbauplakaten der Nachkriegszeit, über Malerei und Grafik aus allen Jahrzehnten, über prägnante Designobjekte dieser traditionsreichen Region und Werke der Wendezeit finden sich hier z.B. auch die neuesten Entwicklungen in der Druckgrafik.

Gezeigt wird die Sammlung in kleinen Auszügen regelmäßig in unserem Showroom im Erdgeschoss des Tietzes sowie als Teil von thematischen Sonderausstellungen. Die Ausstellung Lackaffe und andere Duelle präsentiert nun auf der kompletten Ausstellungsfläche der NSG Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten fünf Jahre.

Hierbei wird das zeitliche und thematische Spektrum der Sammlung der Neuen Sächsischen Galerie in seiner ganzen Breite deutlich. Frühe Arbeiten von Gerhard Klampäckel, Willy Wittig oder Rudi Gruner stehen für die Kunst der Nachkriegszeit. Diese Werke gelangten im Nachgang zu der Ausstellung Generation im Schatten im letzten Jahr in den Bestand. Ein umfangreiches Konvolut des nahezu vergessenen Chemnitzer Künstlers Alexander Matthes gibt einen Einblick in seine kurze Schaffensphase Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre. Eine deutlich längere Schaffenszeit war dem Glauchauer Spätexpressionisten Fritz Keller vergönnt. Durch großzügige Schenkungen aus dem Nachlass wird es möglich, seine künstlerische Entwicklung von den 1940er Jahren bis hin zu seinem Tod 1994 anhand verschiedener Arbeiten nachzuvollziehen. Keller war über viele Jahre ein Geheimtipp und in offiziellen Ausstellungen der DDR nur sporadisch vertreten. Des weiteren macht eine umfangreiche Schenkung von druckgrafischen Blättern der Chemnitzer Künstlerin Dagmar Ranft-Schinke ihr vielfältiges Schaffen über mehrere Jahrzehnte hinweg sichtbar. Eine besondere Bereicherung stellen auch grafische Mappenwerke der Leipziger Schriftgrafikerin Irmgard Horlbeck-Kappler und verschiedene, sowohl grafische als auch malerische Werke ihres Mannes Günter Horlbeck dar.

Einen weiteren Aspekt bringt eine große Schenkung mit Entwürfen und Drucken des bekannten Briefmarkengestalters Harry Scheuner aus Chemnitz in die Sammlung ein. Der heute über 80-jährige Harry Scheuner war bereits vor der Wende einer der bekanntesten Briefmarkengestalter in der DDR. Seine Entwürfe – z.B. Briefmarken zur erzgebirgischen Volkskunst in den 1980er Jahren – erfreuten sich großer Beliebtheit. Auch nach der Wende konnte er immer wieder mit seinen Entwürfen für Briefmarken der Deutschen Post überzeugen.

Mit Unterstützung eines Sponsors konnten durch den Trägerverein Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V. großformatige Zeichnungen von Elke Hopfe, Nadja Poppe und Anija Seedler erworben werden. Dadurch ließ sich der Zeichnungsbestand um drei sehr markante zeitgenössische Positionen ergänzen.

Werke von Fritz Bonss, Kurt Buchwald, Uwe Bullmann, Robert Diedrichs, Andreas Dress, Hubertus Giebe, Michael Goller, Dieter Goltzsche, Rudi Gruner, Wasja Götze, Ernst Hecker, Bernhard Heisig, Michael Hofmann, Elke Hopfe, Günter Horlbeck, Irmgard Horlbeck-Kappler, Siegfried Otto-Hüttengrund, Hans Jüchser, Fritz Keller, Gerhard Klampäckel, Jean Kirsten, Christian Lang, Volker Lenkeit, Petra Lorenz, Alexander Matthes, Steffen Melzer, Akos Novaky, Nadja Poppe, Dagmar Ranft-Schinke, Sabine Remy, Harry Scheuner, Michael Schoenholtz, Anija Seedler, Manfred Sieler, Reinhard Springer, Tasso, Heinz Tetzner, Lutz Voigtmann, Frank Voigt, Steffen Volmer, Maja Wunsch, Werner Wittig, Willy Wittig, Silvio Zesch sowie zahlreiche Arbeiten, die für die Biennale der 100 Sächsischen Grafiken eingereicht wurden. (Text: NSG)

Bild: Wasja Götze - Gelbe Gruppe zu viert oder Dezemberstille, 1996 - 97,, Öl auf Hartfaser, 130 x 145 cm, Sammlung Neue Sächsische Galerie

14.01. - 22.03. / NSG





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