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ARTgenossen

Based in Chemnitz

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„Ich habe ein Defizit in der Wahrnehmung der nachkommenden Künstlergeneration festgestellt.”, erklärt Mathias Lindner, Direktor der Neuen Sächsischen Galerie. Nach mehreren Jahrzehnten habe sich erstmals wieder eine breite Szene an jungen Künstlern etabliert, die er sichtbar zusammen führen wollte.

Das ist gelungen: An die 17 KünstlerInnen wurden für die Ausstellung Based in Chemnitz gewonnen. Um diese zu finden, ging man Empfehlungen nach und suchte nach Akteuren, die wiederum Kontakte zu „Artgenossen” herstellen konnten. So entstand ein Pool aus interessanten  jungen Kreativen, die nun auch eine Plattform in der Öffentlichkeit bekommen sollen. „Was mich überrascht, ist, dass die Themen wenig politisch orientiert sind,” meint Lindner. Die KünstlerInnen beschäftigten sich hauptsächlich mit individuellen Motiven und Emotionen. Trotzdem ist die aktuelle Fragetsellung des Klimawandels präsent. Dabei griffen sie vor allem auf klassische Medien und Techniken zurück, die damit eine Art „Renaissance erleben”. Es gebe viele spannende Ansätze, die dadurch, dass die KünstlerInnen noch auf der Suche nach ihren Werkzeugen und persönlichen Ausdrucksformen sind, auf interessante zukünftige Schöpfungen hoffen ließen. Mathias Lindner sieht in Chemnitz viele Chancen: „Ein Phänomen ist, dass beispielweise rund ums Lokomov Gelegenheit gegeben wird, künstlerisch zu arbeiten, die auch viele Hochschulabsolventen aus anderen Städten nutzen. Hier entwickelt sich eine neue jüngere, qualitativ hochwertige Kultur.”

25.06.-01.09./ Neue Sächsische Galerie

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