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Undercover-Rassist

BlacKkKlansman startet im deutschen Kino

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BlacKkKlansman startet im deutschen Kino

Trotz flotten Schlaghosen, coolen Afros und Soulmusik erzählt BlacKkKlansman nicht nur vom Kampf gegen Rassismus im Amerika der frühen 1970er. Regisseur Spike Lee zielt aufs große Ganze und zeigt anhand einer wahren Begebenheit was im heutigen Amerika immer noch falsch läuft.

„BlacKkKlansman“ handelt von Ron Stallworth (John David Washington), einem afroamerikanischen Cop, der den Ku-Klux-Klan unterwandert. Nachdem der Rookie undercover bei einer Veranstaltung der „Black Power“ Bewegung eingesetzt wird, ruft er spontan beim KKK an und wird gleich aufgenommen. Da er auf Grund seiner Hautfarbe nicht den Treffen teilnehmen kann, muss sein weißer, jüdischer Kollege Philipp „Flip“ Zimmerman (Adam Driver) seine Identität annehmen.

Der afroamerikanische Regisseur Spike Lee, sowie die Drehbuchautoren David Rabinowitz, Charlie Wachtel und Kevin Willmot erzählen eine Geschichte des ersten und einzigen afroamerikanischen Klanmitglieds. Deren Themen sind heute aktueller denn je: Unter dem Deckmantel von Einwanderung und Kriminalität wurden Menschen, die sich nicht für Rassisten halten, damals wie heute rechtsradikale Ideologien untergejubelt. Da ist es klar, dass bei diesem zeitkritischen Film auch US-Präsident Donald Trump nicht ungeschoren davonkommt.

End-film urteilt: "Manchmal mischt Lee solche interessanten Grautöne unter seine lustvolle Schwarz-Weiß-Malerei. Die Kunst besteht bei ihm darin, einerseits die Farce auf die Spitze zu treiben, andererseits aber auch zu zeigen, wie ernst, wie unerträglich, wie omnipräsent das Thema weiterhin ist.“

Und Filmstarts schreibt: „‚BlacKkKlansman‘ ist im Kern ein verdammt unterhaltsamer 70er-Jahre-Copfilm mit erstaunlich viel Humor – und gerade weil er das ist, treffen die Spitzen gegen das rassistische System der vergangenen hundert Jahre von der Veröffentlichung von „Geburt einer Nation“ 1915 bis zur Wahl von Donald Trump 2016 so besonders kraftvoll ihr Ziel.

Bild: Universal

01.08. / Theaterplatz

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