Tipps

Brief-Freund-Kunst

Brieffreundschaft in den Kunstsammlungen

Veröffentlicht am:

Abbildung: Carlfriedrich Claus, Allegorische Skizze: Die Umwandlung, die Lesestoff erfährt, 1963/64

Die deutsche Wiedervereinigung jährt sich bald zum 30. Mal und die Kunstsammlungen erinnern an eine intensive Künstlerfreundschaft über die Mauer hinweg - die besondere Verbindung zwischen Carlfriedrich Claus und Bernard Schultze.

Im September 1956 nimmt der in Frankfurt am Main lebende Schultze erstmals Kontakt mit dem erzgebirgischen Künstler Carlfriedrich Claus auf. Dieser hat schon damals mit intermedialen Installationen gearbeitet, Tonaufnahmen für spätere Rundfunkproduktionen geliefert und den menschlichen Verstand durchleuchtet. Claus und Schultze, der ein bedeutender Künstler der Abstraktion und später Teil der Kerngruppe der informellen Malerei war, suchten gemeinsam nach Verborgenem, noch nicht Gesagtem und Gedachtem. Im Zuge ihres über 20 jährigen intensiven Austausches stellte Schultze Claus zudem den bekannten Kunstsammler Willi Kemp vor, der sich in Ostberlin mit Claus traf und mehrere Werke kaufte. Er wurde der dritte Teil dieser ungewöhnlichen Freundschaft, die durch die Kunst über den Kalten Krieg Bestand hatte.

Die Ausstellung „Carlfriedrich Claus und Bernard Schultze. Eine deutsch-deutsche Künstlerfreundschaft” zeigt nicht nur, wie tief sich die beiden mental verbunden waren, sondern auch Werke, die sie gegenseitig austauschten, und läuft bis Ende Oktober.

25.8.–27.10. / Kunstsammlungen am Theaterplatz

Abb: Carlfriedrich Claus, Allegorische Skizze: Die Umwandlung, die Lesestoff erfährt, 1963/64

Zurück