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An die frische Luft

Der Junge muss an die frische Luft in den Kinos

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Der Junge muss an die frische Luft in den Kinos

Die Verfilmung der Autobiographie von Hape Kerkeling wartet, wie erwartet, mich jeder Menge Komik und heiteren Witzen auf - gleichzeitig erzählt sie aber auch von einer sehr tragischen Zeit in Hape Kerkelings Leben.

2014 veröffentlichte Hape Kerkeling seine Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft“, in der er in 19 Kapiteln von seiner Kindheit, seinen ersten komischen Gehversuche und auch auch vom dramatischen Tod seiner Mutter. An diesen Stoff wagte sich nun Caroline Link, die 2003 mit dem Oscar für „Nirgendwo in Afrika“ ausgezeichnet wurde.

Hans-Peter (gespielt von einem großartigen Julius Weckauf) wächst im Ruhrpott auf und glänzt schon als Kind mit einer ganz besonderen komischen Energie. Nachdem seine Mutter (Luise Heyer) bei einer Operation ihren Geruchs- und Geschmackssinn verliert, in eine Depression verfällt und sich 1973 das Leben nimmt, bleibt der Junge niedergeschlagen zurück – hatte er doch stets versucht, sie zum lachen zu bringen und somit aufzuheitern. Seine Großmutter (Hedi Kriegeskotte) nimmt ihn auf und ermutigt ihn, seine positive Einstellung nicht zu verlieren.

„Caroline Link hat dieses Buch nun ganz wunderbar verfilmt. Mit dem Debütanten Julius Weckauf hat sie einen großartigen Darsteller gefunden, der dem jungen Kerkeling nicht nur verblüffend ähnlich sieht, sondern ihn auch erstaunlich souverän spielt“, urteilt Martina Knoben in der Süddeutschen Zeitung.

Und Oliver Kaever schreibt in der Zeit: „Eine Tragikomödie, die wirklich beides zusammenbringt: Lachen und Weinen. Die Humor als probates Mittel zeigt, um sich gegen die Zumutungen des Lebens zu wehren. Die die Großfamilie ohne einen falschen Ton feiert als Fundament, auf dem man stehen kann. Und ein Sprachkunstwerk, das den Ruhrpott-Slang in allen Schattierungen schillern lässt, derb und deutlich, ehrlich und herzlich.“

Foto: Warner Bros. Deutschland

24. - 27.01. / 18:30 & 28. - 30.01. / 18:00 / Clubkino Siegmar

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