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Frau hinter dem Mann

Die Frau des Nobelpreisträgers läuft in den Chemnitzer Kinos

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Die Frau des Nobelpreisträgers läuft in den Chemnitzer Kinos

In dem Drama verkörpert Glenn Close eine Ehefrau, die ihr Können zu Gunsten ihres Ehemannes stets hintenan gestellt hat - und zeigt so, was für Folgen das haben kann.

Das Drama erzählt von Joe Castleman, dem endlich, nach jahrelangem Warten und Bangen, der Literatur-Nobelpreis verliehen werden. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Joan und seinem Sohn David reist er nach Stockholm. Mit ihnen im Flugzeug reist auch der Journalist Nathaniel Bone, der unbedingt eine Biografie über Joe schreiben will, was Joe jedoch missbilligt. Während der Reise bekommt der Zuschauer Einblicke in die Vergangenheit der Familie: Joan erinnert sich an ihre eigene Zeit als Nachwuchsschriftstellerin in den 1950ern zu Beginn ihrer Beziehung, als Joe noch nur ihr Mentor war. Da sie nicht an sich selbst glaubt, unterstützt sie ihren Mann vollumfänglich – obgleich es ihre eigenen Ideen waren, die Joe berühmt machten.

Das schwedisch-US-amerikanisches Drama unter Regie von Björn Runge feierte im September 2017 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Premiere und kam im August 2018 in die US-Kinos. Der Film basiert auf dem Roman „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer. Bei den Golden Globes 2019 wurde Glenn Close als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet – gute Aussichten auf einen Oscar!

Filmkritiker Christian Horn lobt vor allem die schauspielerische Leistung: „The Wife“ ist ziemlich exakt das, was man als Schauspielerfilm bezeichnet. Ein Film also, dessen Qualität im (Zusammen-)Spiel des Ensembles liegt und der eher innere als äußere Konflikte thematisiert.

Und auch Patrick Wellinski vom Deutschlandfunk Kultur ist begeistert von Glenn Close: „Klug, hintergründig und auf eine angenehm unaufdringliche Weise aktuell erzählt „Die Frau des Nobelpreisträgers“ von der Selbstermächtigung einer Frau, die ihr Leben lang ihr wahres Talent verborgen hielt, um keine gängigen Rollenbilder zu unterwandern. Wie Glenn Close diese Wandlung spielt, ist hinreißend und preiswürdig. Das erste darstellerische Kino-Highlight des Jahres.“

Foto: © SquareOne Entertainment / Graeme Hunter

17. - 20.01. & 22.01. / Metropol
31.01. - 03.02. / Clubkino Siegmar

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