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Jahre davor

Die Wendezeit im Schloßbergmuseum

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Uwe Fiedler mit einigen Demo-Plakaten

'89, das Jahr des Umbruchs, der Demonstrationen, der Wende. Das stete Bild des Ostens vor dem Oktober 1989. Die Zeit davor und ihre einzelnen AktivistInnen werden selten beleuchtet. Das will das Schloßbergmuseum ändern.

Uwe Fiedler, der Chef des Museums, und seine MitarbeiterInnen begaben sich auf die Suche nach den leisen, im Untergrund gebliebenen Friedensbewegungen und Aktivistengruppen, die sich schon um 1978 gründeten. Dabei war der Kalte Krieg nicht das einzige Thema, um das sich Diskussionsgruppen, Friedensgebete und Flugblattaktionen drehten. Zunehmend rückten auch die Rolle der Frau, die Umweltverschmutzung und demokratische Mitbestimmung in den Fokus. Diese Kämpfe waren oft nur im Untergrund möglich, zum Beispiel in der Michaeliskirche, die Raum für Treffen anbot.

Mit der Vernissage Wendezeit, meint Fiedler, möchte er die Aufmerksameit weg von der großen, demonstrierenden Masse, hin zu einzelnen AktivistInnen und deren Methoden lenken. Plakate, Zeitungsausschnitte, Briefe, und versteckte Botschaften auf Zigarettenschachteln sind für ihn nun interessant geworden. Am 15. September eröffnet die Ausstellung und ist bis dahin noch offen für die Einsendung persönlicher Objekte, die an den Kampf für Frieden und Demokratie im Untergrund erinnern.

Vernissage am 15.09./ 11:00 / Schloßbergmuseum

Ausstellungsdauer: 15.9.–24.11.

Foto: Wolfgang Schmidt, Montagsdemo, 1989

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