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Wildes Herz

Doku Wildes Herz im Kino

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Doku Wildes Herz im Kino

Die Band Feine Sahne Fischfilet engagiert sich öffentlich gegen Themen wie Rassismus, gleichzeitig hatten sie immer wieder Probleme mit dem Verfassungsschutz. Diese Doku begleitet ihren Sänger, Jan „Monchi“ Gorkow.

Die sechs Jungs von Feine Sahne Fischfilet kommen aus Rostock und Greifswald und fanden sich 2007 als Band zusammen. Sie machen erstklassigen Punkrock mit Bläsern und Texten, die vor Wut nur so strotzen. Durch ihre Musik aber auch darüber hinaus transportieren sie zudem eine ganz klar antifaschistische Haltung. Ihr erstes Album „Backstage mit Freunden“ veröffentlichten sie 2009 auf dem Untergrund Label „Diffidati Records“. Erstmals für bundesweites Aufsehen sorgten sie wohl, als der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpormmern sie 2011 in einem Bericht zum Thema Linksextremismus erwähnte. Vorgeworfen wird ihnen dort eine „explizit antistaatliche Haltung sie werden immer wieder als „Vorpommerns gefährlichste Band“ bezeichnet. Daraufhin erscheinen Artikel über die bis dato eher in der Szene bekannten Band in allen großen Zeitungen wie der taz, Spiegel Online oder der Süddeutschen. Die Single "Komplett im Arsch" wird daraufhin zum Internetphänomen, Liveshows der Band sind reihenweise ausverkauft. Sie positionieren sich als ganz klar politische Band und bezeichnen ihre Musik weniger als Kunst, sondern mehr als „eine Art Werkzeug, um unserer Wut gegenüber Rassisten, Sexisten, Homophobie und Staat eine Stimme zu geben."

Die Dokumentation von Charly Hübner und Sebastian Schultz begleitet Jan „Monchi“ Gorkow, den Sänger der Punkband und zeigt Monchi und die anderen Bandmitglieder Olaf, Christoph, Kai, Köbi und Max sowohl als Musiker, als auch als politisch interessierte Band. Die Doku ist so viel mehr als eine Musik-Doku, sie zeigt auch den alarmierenden Rechtsruck in Mecklenburg-Vorpommern und wie sich die Band mit Neonazi-Gewalt, AfD-Wahlerfolgen und perspektivlosen Jugendlichen auseinandersetzt, indem sie nicht nur musikalisch Präsenz zeigt.



21. - 23.05. / Clubkino Siegmar

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