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Fotografie der Avantgarde

Ausstellung in den Kunstsammlungen am Theaterplatz

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Der französische Kunstkritiker Waldemar George prägte 1930 angesichts der Vielfalt und Qualität der Fotografie seiner Zeit den Begriff des »l’âge d’or de la photographie«. Dieses »goldene Zeitalter« war gekennzeichnet durch eine Vielzahl einflussreicher avantgardistischer Strömungen, darunter das Neue Sehen und der Surrealismus. Zu den Zentren dieser Entwicklung zählte neben Berlin vor allem Paris, wobei die dortige Szene stark durch ausländische Fotograf:innen geprägt wurde. Unter ihnen waren Emigranten und freiwillige Migranten, insbesondere aus Osteuropa (vor allem Ungarn), aber auch aus Deutschland und den USA.

Die Ausstellung Paris 1930. Fotografie der Avantgarde vereint Schlüsselwerke der Zeit, unter anderem von Man Ray, Brassaï, Florence Henri, André Kertész und Germaine Krull aus namhaften internationalen Sammlungen wie der Sammlung Siegert, München, der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Pinakothek der Moderne, München, dem Museum Folkwang, Essen, dem Musée national d’art moderne im Centre Pompidou, Paris, und dem Münchner Stadtmuseum. Gezeigt werden aber auch hierzulande weniger bekannte Positionen wie Jacques-André Boiffard, Eli Lotar und Jean Painlevé.

Die Ausstellung wurde kuratiert von dem Fotohistoriker und Publizisten Philipp Freytag (Leipzig).

Im Dialog mit der Ausstellung werden ausgewählte Fotografien aus der Sammlung Lange und dem historischen Bestand der Kunstsammlungen von Albert Renger-Patzsch, Friedrich Seidenstücker und Piet Zwart präsentiert.

(Text: Kunstsammlungen Chemnitz)

02.02. - 03.05. / Kunstsammlungen am Theaterplatz

Foto:

Else Thalemann
Eiffelturm, um 1930
Silbergelatineabzug
Sammlung Siegert, München
© unbestimmt
Foto: Christian Schmieder

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