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Eine Wucht

Friends of Gas im Lokomov

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Friends of Gas im Lokomov

Friends Of Gas wissen um die Materialität von Klang, eröffnen Musik als physisch erfahrbaren Raum, entfachen darin eine sonische Wucht. Aus jeder Pore der Band sprießt eine körperliche Bedingungslosigkeit, die von manchen als bedrohlich empfunden werden könnte.

Diese fünf Damen und Herren aus München sind gewaltig, und zwar in gleich mehreren Hinsichten. Gewaltig ist zum Beispiel die Stimme von Sängerin Nina Walser, die die ebenfalls beeindruckenden Texte in das passende Gewand hüllt. Aber auch darüber hinaus ist der Sound feinster Postpunk und heben sich damit deutlich ab von dem, was ansonsten derweil durch die Radios säuselt. Ende 2016 erschien ihr Debütalbum "Fatal Schwach" über das Label "Staatsakt", auf dem sich unter anderem auch Ja, Panik und Christiane Rösinger tummeln.

Es wird also laut und wild im Lokomov. Dazu beitragen werden auch die beiden Supportgruppen, einmal das Wiener Postrock-Trio Mekongg von denen locker auch der Soundtrack für eine beliebte Tanzveranstaltung unter FriedhofsbewohnerInnen kommen könnte; zum anderen spielen Graveyard Disco: Düster, episch, melodisch, der spärlich eingesetzte Gesang trocken wie der Blumenschmuck auf vergessenen Gräbern.

Im Rahmen des Kunstfestivals Begehungen zum Thema RAUSCH.

Bild: Susanne Beck

15.08. / 20:00 / ehem. Braustolz-Brauerei

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