Tipps

Durchschaubar

Sonderausstellung im Industriemuseum

Veröffentlicht am:

Christin Amann: ordre coulant; Nominierung zum 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerb; Foto: Christin Amann

Vom 28. September bis 1. Dezember 2019 zeigt das Industriemuseum Chemnitz die Ausstellung “ICH BIN GANZ VON GLAS. Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute“. Diese Ausstellung widmet sich anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Bauhaus“ in besonderer Weise dem Werkstoff Glas.

Weltweit erinnern Ausstellungen und Veranstaltungen in diesem Jahr an das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses. In Chemnitz erinnert die Ausstellung “ICH BIN GANZ VON GLAS. Marianne Brandt und die gläserne Kunst von heute“ an die bedeutende Tochter der Stadt. Der Fokus der Ausstellung ist auf die funktionalen und metaphorischen Möglichkeiten des Werkstoffs Glas gerichtet. Der Ausstellungstitel greift das Zitat „Ich bin ganz von Glas“ aus einem nicht veröffentlichten Gedicht Marianne Brandts aus dem Jahr 1922 auf.

Zu Inhalt und Anliegen der Ausstellung meint Linda Pense, künstlerische Leiterin des Wettbewerbs und der Ausstellung: „Das durchsichtige Glas galt in der klassischen Moderne und am Bauhaus als Vorzeichen einer demokratischen und transparenten Gesellschaft. Auch heute sind Künstler und Künstlerinnen sowie Gestalter und Gestalterinnen davon fasziniert, dass uns Glas wie kein anderes Material die Welt sichtbar macht - sei es durch Fenster, Linsen oder Screens. Deshalb erforschen sie dieses physikalisch durchaus rätselhafte und fragile Material immer wieder neu. Sie experimentieren dazu mit traditioneller Glasbläserei ebenso wie mit digitalen Verfahren. Dabei entstehen vielfältige praktische Dinge und metaphorische Bilder. Zusammen gesehen - wie in unserer Ausstellung - zeigt sich schließlich, wie Glas unseren Alltag nicht nur funktional durchdringt, sondern zugleich auch poetisch zu reflektieren vermag.“

Von insgesamt 354 Teilnehmenden aus 37 Ländern hat das internationale Kuratorium in diesem Jahr 60 Bewerberinnen und Bewerber nominiert, deren Arbeiten in den Kategorien Produktgestaltung, Fotografie und Versuchsanordnung zu sehen sind. Dabei werden die Arbeiten auch mit fotografischen, gestalterischen und künstlerischen Arbeiten der Chemnitzerin Marianne Brandt korrespondieren. In einem eigenen Bereich innerhalb der Ausstellung werden neben Fotografien, Leuchten, Textdokumenten und Entwurfszeichnungen aus ihrer Zeit am Bauhaus auch Mobiliar aus ihrer Wohnung und bislang kaum ausgestellte Entwürfe aus den 1950er Jahren zu sehen sein. Zudem waren Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich mit persönlichen gläsernen Erinnerungsstücken und deren Geschichten an der Ausstellung zu beteiligen.
Die Ausstellung wird von einem umfangreichen museumspädagogischen Programm mit Workshops, Führungen, Abendveranstaltungen für alle Altersgruppen und Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche begleitet.

Bild: Christin Amann: ordre coulant; Nominierung zum 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerb; Foto: Christin Amann

Zurück