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Living Hour im Atomino

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Die Bandmitglieder, nach oben schauend, auf einer gelben Treppe

Mit Living Hour kann man Tage verbringen, schwelgen, driften. Die fünf MusikerInnen verstehen es, uns mental an den Strand und in unsere Träume zu begleiten.

Damals noch zu viert, begannen sie 2015 in einem Keller in ihrer Heimatstadt Winnipeg, Musik zu machen. Mittlerweile sind sie um ein Mitglied reicher und kreieren ein Zwischending inmitten von Dreampop, alternativem Indie und 60s Chansons. Genau das unterscheidet sie von zahlreichen anderen Gruppen, die aus ihren nebligen Harmonien nicht mehr herausfinden. Living Hour versuchen nicht, einen futuristischen Universalsound zu finden, sondern versetzen uns in die späten 60er Jahre an einem südfranzösischen Strand, was Sängerin Sam Sarty mit ihrer grazilen Stimme genau zu verstehen weiß. Angenehm kühles Gitarrenspiel, eine Posaune, und leicht verschwommene Percussion und elektronische Effekte runden den weiten und weichen Stil der Band ab und machen ihr im März erschienenes Album Softer Faces zu einem Genuss.

„Dabei verkommen Psychedelica bei ihnen aber nie zum schrägen Selbstzweck, sondern werden immer elegant, fast schon subtil eingesetzt. In Songs wie „No Past“ braucht es dazu noch nicht einmal irgendwelche Klangschichtungen, das Gitarrenspiel und die Stimme von Sarty allein reichen. „Softer Faces“ ist eine betörend verquere Platte für alle, die schon jetzt den Frühsommer herbeiträumen wollen.” (Michael Smosarski, Neolyd)

Hier reinhören.

18.09./ 20 Uhr/ Atomino

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