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Neue Klassik

Martin Kohlstedt spielt im Weltecho

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Martin Kohlstedt spielt im Weltecho

Wie steht es um die klassische Musik? Ist sie tot? Spielen die Konzerthäuser des Landes auf ewig ein Retroprogramm ab, dass über einen Top-Ten-Kanon selten hinausgeht? Ja und nein. Seit wenigen Jahren ist ein Trend erkennbar, in welchem junge Komponisten und Komponistinnen die Formensprache klassischer Kompositionskunst mit den Einflüssen Neuer Musik, mit Minimalismus, Elektro, Jazz und, oh my god, Pop verbinden. Einer der herausragenden Protagonisten dieser Welle ist Martin Kohlstedt.

Der in Weimar lebende Musiker begann mit puristisch-minimalistischen Pianowerken und erweiterte seinen Sound nunmehr um orchestrale Elemente. Über sein drittes Album “Strom” schreibt der Musikexpress: “Wer kein Problem mit einer Prise Pathos, Romantik und Science-Fiction hat, darf hier einer der bewegendsten Instrumental-Musiken dieses Jahres lauschen.” Intensives Klangkino entsteht hier, das mittlerweile große Konzerthäuser füllt. Martin Kohlstedt konzertiert im Leipziger Gewandhaus und hat die Elbphilharmonie in Hamburg restlos gefühlt. Er macht Musik für Computerspiele, tritt auf Klassikevents genauso wie bei Jazzfestivals oder der Fusion auf. Dabei weicht er vom sturen Notenspiel ab und variiert live seine Kompositionen immer wieder. Das ist Jazz, eigentlich. Aber eben auch Neue Klassik.



26.10. / 20:00 / Weltecho Club

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