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Sample-Paradies

Mile Me Deaf spielen im Lokomov

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Mile Me Deaf spielen im Atomino

Wolfgang Möstl, der Kopf hinter „Mile me Deaf“ ist im Sample-Labyrinth gelandet – das Resultat ist eine beeindruckend andere Platte, auf der es viel zu entdecken gibt.

Bereits im April war Mile Me Deaf aus Österreich zu Gast in Chemnitz, weil das so schön war, sollte man sich das Spektakel aber auf jeden Fall noch einmal anschauen - und wer's damals verpasst hat, der soll erst Recht ins Lokomov pilgern. Der Kopf hinter dem Ganzen ist Wolfgang Möstl (kennt man vielleicht auch als Mastermind von „Killed by 9V batteries“), der Mile Me Deaf 2002 eigentlich als Soloprojekt startete. Die meiste Zeit hat er jedoch Freunde im Gepäck, die aus Solo eine ganze Band formen.

Das aktuelle Album, „Alien Age“ ist trotz seiner Umtriebigkeit ein ganz besonderes, ein ganz anderes Album geworden: Ein Sample-Album. Die Idee hierfür entstand der Sage nach, weil Möstl wegen eines gebrochenen Fingers nicht Gitarre spielen durfte. Thematisch befasst sich die Platte mit dem Untergang der Menschheit, musikalisch stößt man hier bei jedem Hören auf neue Sachen: Man hört The Avalanches, „Underwater Love“, Psych-Pop erster Güte, die Flaming Lips und das Go-Team. Getragen von einem Post-Hippie-Funk, der sich manchmal in Kraut-Wirbeln äußert, manchmal aber auch extrem getragen daherkommt und auf Albumlänge zeigt, was für ein Genie er ist.

08.12. / 21:00 / Lokomov

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