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Montag ist Schontag

Montagskonzerte präsentiert: Mother Engine

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Montags kommt weder die Erinnerung noch brechen die meisten Menschen in positive Glücksbekundungen aus. Es ist ein verrufener Tag. Zu Recht? Zu unrecht? Zumindest brodelt das kulturelle Leben in Chemnitz nicht über vor Enthusiasmus und Angeboten. Eine Reihe von Montagskonzerten soll das jetzt ändern.

„Es ist einfach mal nötig, weil montags in Chemnitz nichts los ist“, erwidert Nadine Rothe –Kommunikationsdesignerin und Illustratorin - kurz und prägnant die vielleicht unsinnige Frage nach dem „Warum?“. Warum gerade Montags Konzerte mit unbekannten Bands machen, wo man doch schon an anderen Tagen sich nie sicher sein kann, ob kleine Bands funktionieren oder nicht?  

Immerhin ist die Wahl des Tages auch ein Alleinstellungsmerkmal der Crew aus Leuten des Weltechos und dem Wolkenkuckucksheim, die bei den „Montagskonzerten“ gemeinsam ihre Hände im Spiel haben.
Es sind im Jahr acht bis zehn Konzerte angedacht, wobei man im Sommer eher pausieren wird. Das Auswahlkriterium der Bands ist dabei ein ganz einfaches, wie Nadine Rothe betont: „Gefühlssache! Die Bands müssen bereits sein in unmöglichen Auftrittssituationen zu speilen – mal in einer Ecke, mal unter der Bühne, … .“  

Spannend sicherlich nicht nur für die Bands. An diesem Montag werden es Mother Engine aus Plauen sein, die sich der Herausforderung des Tages und des Ortes stellen. Als Trio aus Gitarre, Bass, Schlagzeug und ihrer eigenen Idee von  instrumentalen, psychedelischen Stoner-Rock wird es ihnen wohl ein Leichtes sein. Seit 2011 musizieren sie zusammen und nach zwei Alben, unzähligen Auftritten und ihrer Beteiligung als Band und DJs beim „Mushroom Garden Festival“ sind sie längst keine Unbekannten mehr, sondern eher so etwas wie die dynamischen Posterboys ihrer Szenerie.

Wenn es nicht möglich ist den Montag als solchen zu rehabilitieren, dann vielleicht zumindest den Montagabend. Wer wäre dafür wohl besser geeignet als Mother Engine, um diese eintönigen Stunden mit ein paar durchschlagenden Akkorden in ein flirrendes Gemälde von Jackson Pollok zu verwandeln.

20.03 / 19.30 Uhr / Weltecho

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