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Neue Sonderausstellung Sachsen Böhmen im Smac

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Neue Sonderausstellung Sachsen Böhmen im Smac

Auch mal einen Blick über die Grenzen werfen – in diesen Zeiten mehr als nötig. Das dachte sich auch das Smac, das mit seiner neuen Sonderausstellung zu unseren Nachbarn nach Tschechien. Genauer: Nach Böhmen.

1459 schrieben die Wettiner und Georg von Podiebrad im Vertrag von Eger die Grenzlinie zwischen dem Kurfürstentum Sachsen und dem Königreich Böhmen fest – und schufen damit eine der heute ältesten Grenzen Europas. Typisch für Grenzgebiete blieb das Gebiet infolgedessen eben dadurch geprägt: Von Grenzüberschreitungen, Beziehungen über die Grenze hinweg, Gemeinsamkeiten und auch Überschneidungen.

Eben jene Facetten nimmt die neue Ausstellung „Sachsen Böhmen 7000“ im Staatlichen Museum für Archäologie genauer unter die Lupe und zeichnet so ein spannendes Bild dieser dynamischen Beziehungsgeschichte der beiden Regionen Sachsen und Böhmen. In neun chronologischen Kategorien – von Neugier bis Trennung und Neubeginn – wird ein Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart gespannt und Geschichten über Konflikte, Versöhnung, Streit, Ausgrenzung aber auch Liebe und Umarmung erzählt. Zu sehen sind dabei hochrangige Objekte der Archäologie und Kulturgeschichte aus beiden Regionen, bedeutende Kunstschätze Böhmens werden ausgestellt, aber auch die Menschen der Geschichte vorgestellt. Auf einer Fläche von rund 900 Quadratmetern sind 673 Einzelexponate, darunter rund 100 Leihgaben, zu sehen.

Die Ausstellung ist in Kooperation mit der Nationalgalerie Prag entstanden. Im Rahmen der Sonderausstellung werden öffentliche Führungen, Familienführungen, Schulprogramme, eine Vortragsreihe, Puppentheater "Spejbl und Hurvínek" und eine Lesung angeboten, näheres findet ihr dazu auf der Internetseite des Smac.

Bild: „Römische Importe“ 1. Jh. n. Chr. © smac | Dirk Hanus

28.09. - 31.03.2019 / Smac

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