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Rocketman im Metropol

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Elton John ist eine Instanz in der Musikgeschichte. Das Biopic Rocketman erzählt seinen Teil davon und bleibt dabei keineswegs ein verträumtes Märchen.

Der Film startet ungewöhnlich, nicht mit einem Bühnenauftritt in einem niedlichen Club, sondern in einer Therapiesitzung. Gleich zu Anfang ist klar, dass dieser Film geradezu darauf besteht, den echten Elton John kennenzulernen, der neben einem brillianten Musiker noch mehr war: Drogen- unn shoppingsüchtig zum Beispiel. Auch seine Kindheit, die unter seinen strengen und teilweise hartherzigen Eltern nicht leicht war und in der er lernte, seine Homosexualität zu unterdrücken und sich selbst zu hassen, wird behandelt.
Trotzdem ist der Musicalfilm im Sinne des Musikers auch ganz wie er selbst: Glamourös, Schrill und Witzig. Die Songeinlagen sind perfekt getimt und im Gegensatz zu anderen Bandkarrierefilmen  wie Bohemian Rhapsody stößt Rocketman aufgrund seiner aufrichtigen Ehrlichkeit und wenig Verklemmtheit auf große Begeisterung: „Genau das macht Rocketman zu einem guten Film. Er verrät seine Figur nicht, sondern gibt ihr ehrliche Dreidimensionalität, die auch die dunklen Seiten des Mannes nicht ausspart.” (Kino-zeit)

27.7. / Theaterplatz

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