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Shacke One im Atomino

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Shacke One in düsterem Rotlicht

Untergrundrap aus Berlin, ohne Autotune und schnulzige Lebensweisheiten? Ja, den gibt es noch. Shacke One nimmt uns dahin mit, wo's möglich ist: Shackitistan ist das gelobte Land.

Sein drittes Soloalbum bringt Shacke One dieses Jahr auf den Markt und enttäuscht seine Fans nicht: Wie eh und je bleibt er sich treu mit prolligem Battlerap, Oldschoolbeats und der oftmals vermissten, rauen Berliner Attitüde. Er ziegt uns sein Land „Shackitistan” in zehn Tracks, in denen er von seinen Lieblingsthemen rappt: Frauen, Alkohol, langen Nächten und einem reichen Leben. Ohne Kompromisse und blumige Worte erzählt er vom Leben auf dem Kiez, und von Gelagen, die bis in den nächsten Morgen andauern: „Morgen brauch ich ’ne Ibu 3000/ und bin im Flugmodus, doch heute bleib‘ ich draußen“. Wenn das mal außerhalb seines Traumlandes so einfach möglich wäre.
Seinen Sound bekommt er, wie immer, von Klaus Layer und Achim Funk geliefert, die mit 2000er Samples und ein bisschen Funk musikalisch über den Berliner Horizont hinausspähen und eine Reise nach Shackitistan erstrebenswert machen. Und das ist überall, wo Shake One ist. Im heutigen Fall im Atomino.
„In meinen Ohren ist es ein vollkommenes Werk. Mit lyrischer Finesse beweist der Künstler Kreativität, Humor und Attitüde – und zeigt, dass Berliner Untergrundrap womöglich so stark wie nie zuvor ist.” (rap.de)

28.06./ 21:00/ Atomino

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