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Weh & Meh

Weh & Meh im Schauspielhaus

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Wenzel (rechts) und Mensching, geschminkt, schwarz weiß

In den achtziger Jahren ritten Wenzel und Mensching in ihren Programmen „subversive Attacken gegen ästhetische und politische Normen in der DDR und gegen die Windmühlen der achtziger und neunziger Jahre”. Nach 16 Jahren Pause sind sie zurück.

Die beiden treten zwar zusammen als Clowns auf, aber man muss eindeutig festhalten, dass nichts weniger mit tollpatschigem Erstaunt-gucken-und-die-Welt-nicht-vertstehen zu tun haben könnte, als ihre Bühnendarstellungen. Schon 1982 verstanden sie die Welt, in der sie lebten, sehr sehr gut und starteten ihre Erfolgsgeschichte mit ihrem Programm „Neues aus der DaDaeR”, dem zwei Fortsetzungen und  bis 1999 zahlreiche andere Bühnenprogramme sowie ein Film folgten. Sie sind Poeten, Sänger und Schauspieler, die es verstehen, Zynik in Witz und Trick zu verpacken. Nachdem sie sich vorerst trennten, verdiente Wenzel als Musiker und Autor seine Brötchen, Mensching machte sich als Intendant des Theater Rudolstadt, an dem er eigene und fremde Stücke inszenierte, einen Namen.
Man ist gespannt, was Weh & Meh nach zwanzig Jahren Bühnenabstinenz über das zugegebenermaßen skurrile Zeitalter der 2010ner Jahre zu lachen haben, denn schon die Stuttgarter Zeitung weiß: „Wenzel & Mensching pflegen das gestische Spiel und die Verwicklungen der Sprache. Sie sind durchtrieben und hinterhältig, legen ihre Szenen so wohltuend grausam an, dass man sich geehrt fühlen kann,- denn „jedes Volk hat die Narren, die es verdient”...”
Einer von nur vier Auftritten in ganz Deutschland ist schon ausverkauft, das heißt: Keine Zeit verlieren!

21.05./ 19:30/ Schauspielhaus

Bild: Thomas Neumann

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