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Flucht und Hoffnung

Youtube-Star Allaa Faham liest aus seinem Buch „Eingedeutscht”

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Youtube-Star Allaa Faham liest aus seinem Buch „Eingedeutscht”

Zusammen leben, zusammen halten. Das ist das diesjährige Motto der Interkulturellen Wochen in Chemnitz vom 21.09. bis 06.10. Der Leitspruch lässt sich besonders vielseitig beim interkulturellen Begegnungstag im Weltecho umsetzen. Organisiert wird er vom „Human Aid Collective”.

Der Verein, der 2017 noch „Flüchtlingshilfe Balkanroute” hieß, ist für seine Aktionen nicht nur chemnitzweit bekannt. Im März verlieh die Stadt dem Kollektiv den Chemnitzer Friedenspreis. Die Flüchtlingsnothelfer transportierten seit der Gründung 2015 mehr als 40 Tonnen Kleidung, Medizin und Kinderversorgungsgüter in Krisengebiete. Mit Spenden- und Einzelfallaktionen versuchen sie Aufmerksamkeit für das wichtige Thema zu generieren, sich zu vernetzen und nebenbei aufzuklären. Auch die geplanten Aktionen beim Interkulturellen Begegnungstag sollen dazu beitragen. „Wir wollen eine Plattform für Begegnung schaffen”, erzählt Dorit Ullrich, Mitwirkende beim Kollektiv.

Die Begegnungen drehen sich um die Themen Flucht, Migration und Integration und sollen auf Augenhöhe geschehen. Dafür lädt das Human Aid Collective am 28.09. ins Weltecho zu Vorträgen, Ausstellungen, Lesungen, Kinovorführungen und Musik ein. Die Besucher sind dazu eingeladen, mit Geflüchteten ins Reden zu kommen und aus erster Hand mehr zum Thema zu erfahren. Neben diesem Forum für Begegnung ist es den Veranstaltern  wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, um sich auszuleben. „Künstler und Mitwirkende sind deshalb unter anderem auch Freunde und Bekannte”, sagt Dorit. So zum Beispiel Ghazwan Assaf und Abdul Rahman Takleh, deren Malereien und Fotografien in der Ausstellung „Flucht und Hoffnung” zu sehen sein werden. Sie ist einer der Programmhöhepunkte an diesem Tag, erzählt Dorit weiter. Ein weiterer Höhepunkt soll die Lesung des Youtubers Allaa Faham aus seinem Buch „Eingedeutscht” sein. Das schwierige Thema wird hier mit Humor vermittelt und ist für die ganze Familie geeignet. Abgerundet wird der Abend mit dem Dokumentarfilm „Hier” von Jan Lukas Winter.
Wer will kann aber auch nur gemütlich bei Brunch vom Yasmin Imbiss oder Kaffee- und Kuchenbasar, begleitet von musikalischen Klängen der YouMaa Band und Dyaa4 & Rebecca, einen Plausch halten. Der Eintritt zum ganzen Spektakel ist frei.

Auch abseits diesen Tages kann man das Human Aid Collective kennenlernen oder ihnen unter die Arme greifen. Geld oder Sachspenden werden jederzeit gern angenommen, z.B. für die nächste große Aktion „Liebe im Karton”. Dann sollen Hilfspakete in syrische Krisengebiete geschickt werden.

Human-aid-collective.de

Text: Julia Weiske Foto: Miguel Ferraz

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