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Die sanfte Gleichgültigkeit

Peter Stamm im Tietz

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Das eigene Leben noch einmal erleben. Soll man sich das wünschen? Christoph verabredet sich in Stockholm mit der viel jüngeren Lena. Er erzählt ihr, dass er vor zwanzig Jahren eine Frau geliebt habe, die ihr ähnlich, ja, die ihr gleich war. Er kennt das Leben, das sie führt, und weiß, was ihr bevorsteht. So beginnt ein beispiellos wahrhaftiges Spiel der Vergangenheit mit der Gegenwart, aus dem keiner unbeschadet herausgehen wird. Können wir unserem Schicksal entgehen oder müssen wir uns abfinden mit der sanften Gleichgültigkeit der Welt? Peter Stamm, der große Erzähler existentieller menschlicher Erfahrung, erzählt auf kleinstem Raum eine andere Geschichte der unerklärlichen Nähe, die einen von dem trennt, der man früher war.

Peter Stamm wurde 1963 im schweizerischen Scherzingen im Kanton Thurgau geboren, machte zunächst eine Ausbildung als Buchhalter und studierte später Psychologie, um sich für sein eigentliches Hauptinteresse, das literarische Schreiben, fortzubilden. Nach längeren Aufenthalten in New York, Paris und Skandinavien arbeitete Peter Stamm als Journalist für verschiedene Zeitungen in der Schweiz und debütierte 1998 mit seinem Roman "Agnes". Es folgten Erzählungsbände, Theaterstücke, Hörspiele und weitere Romane. "Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt" wurde 2018 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet.

Am Mittwoch, dem 6. November, 19 Uhr, liest der Schweizer Schriftsteller, Peter Stamm, aus seinem aktuellen Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ in der Zentralbibliothek im TIETZ.

6.11. / 19:00 / Tietz


Foto: Copyright Anita Affentranger

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