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Brache Kunst

iBug in diesem Jahr in Reichenbach

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Industriebrachenumgestaltung. Was für ein langes Wort. Ibug klingt da schon angenehmer, und vertrauter. Zum 14. Mal wird ein altes Brachgebiet zur Leinwand und Spielwiese für über 1000 Künstler*innen aus aller Welt.

Diesmal trifft es Reichenbach im Vogtland. Das ehemalige Bahnbetriebswerk an der Ecke Greizer Straße und Friedensstraße ist zu diesem Zeitpunkt noch grau in grau und menschenleer. Ab Mitte August wird eine Symbiose aus Malerei und Graffiti, Illustrationen und Installationen, Performance und Multimedia das Gelände für ein letztes Mal wiederbeleben. Wie in den Jahren zuvor in Chemnitz, Limbach-Obenfrohna oder Crimmitschau betreten die Kunstschaffenden das Brachgebiet schon ein paar Tage vor den Besuchern. Die wenigsten von ihnen haben dabei schon ein genaues Bild im Kopf. Man lässt sich gern von der Wirkung und dem Baustil der zu gestaltenden Brache inspirieren, probiert vielleicht mal etwas Neues. Was dabei herauskommt, kann dann wieder an zwei Wochenenden von Streetart-Begeisterten bestaunt werden. Ein Programm aus Musik, Spiel und Leckereien verschafft dem ganzen urbanen Kunstspektakel das passende Festivalfeeling. So wird aus dem alten Bahnbetriebswerk noch einmal ein lebendiger Ort, bevor es dann wahrscheinlich für immer verschwindet.

Damit die eigentlich temporären Kunstwerke und die Besonderheiten der unüblichen Leinwand nicht nur im Gedächtnis in Erinnerung bleiben, sammeln die Initiatoren seit ein paar Jahren Spenden für Dokumentationen in Buchform. Die Kampagne für 2018 endete erfolgreich im Mai, das Buch wird es bald zu erwerben geben.

23. - 25.08. & 30.08. - 01.09. / Reichenbach, Vogtland

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