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Im Flügelnussrauschen

Der Parksommer steigt ab Mitte Juli

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Überblick über die Parksommerbühne und Zuschauer

Mit den Veranstaltungskalendern ist es wie mit dem Ifo-Index. Erst großer Knick jetzt großer Boom. Noch mehr Kultur, noch mehr Draußen.

In diesem Jahr ist ja irgendwie jedes Event im Freien, mitten zwischen Menschen so was wie der kalte Gebirgsbach nach drei Tagen in fetten Wandersocken ein großes "oh, tut das gut". Der Parksommer reiht sich da nahtlos in die Reihe der "schön, dass du wieder da bist"-Momente ein. Ab dem 16. Juli kehrt die Veranstaltungsreihe zurück in den Stadthallenpark und wird mit 72 Veranstaltungen, 28 Tagen und 40 Akteuren wieder einmal quer durchs Kulturbeet jazzen. "Gerade auch im Bewerbungsjahr zur Kulturhauptstadt 2025 ist es besonders wichtig, zu zeigen, dass Kultur im öffentlichen Raum auch in schwierigen Zeiten möglich ist und zu unserem Alltag gehören kann“, sagt dazu Ralf Schulze, Veranstalter und Geschäftsführer der C³.

Den Besucher*innen darf der Beweggrund natürlich gern egal sein, so lang sie sich im Programm wiederfinden. Damit das klappt, steht jeden Wochentag (außer den Montagen) ab 20 Uhr eine andere Stilrichtung auf der Bühne: Dienstags findet die Jazznacht statt, Mittwoch gibt es Folkmusik, Donnerstag ist Klassikabend, Freitag Poetry-Slam, am Samstag treten Singer-Songwriter auf und die Womens Night am Sonntag will starke Frauenstimmen einladen. Vorher, um 17:00 Uhr, gibt es von Dienstag bis Freitag ein Programm für Kinder - etwa mit Hula-Tanz, Basteln oder Kinder-Yoga. Ab 18 Uhr gibt es täglich Yoga auch für Erwachsene.

Da der Eintritt wieder frei ist, wird erneut ein Teil der Finanzierung über die Crowd bewältigt. Auf www.viele-schaffen-mehr.de/parksommer2020 können Gäste wieder dabei helfen, den Parksommer fürs nächste Jahr zu sichern, was seit dem Start 2017 ganz gut geklappt zu haben scheint. Wegen der Hygiene wird es in diesem Jahr übrigens keine Leihstühle geben. Also Decke oder den fancy Klappstuhl mit Becherhalter einpacken. Es lohnt sich, und wenns nur für die Tatsache ist, dass ihr mal unter einer kaukasischen Flügelnuss ein Jazzkonzert gesehen haben wollt.
Programm und Infos unter: parksommer.de

Text: Michael Chlebusch Foto: Fabian Thüroff

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