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Channel Zero

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Zwei Menschen mit Liebe zueinander und zur Musik, ein Wohnzimmer‑Studio und vor allem Lust, einfach anzufangen: So lässt sich das Porträt des jungen Dreampop-Duos “Channel Zero”, co-produziert mit dem Musiker “Maksin” aus Chemnitz zusammenfassen, die im Kleinen Großes versuchen. Chemnitz hat jede Menge ungehörte Stimmen und wenn auch ihr Nachwuchskünstler:innen seid, die erste Songs veröffentlichen, meldet euch bei uns, wir sind neugierig (von) euch zu hören!

Channel Zero klingen sanft, verletzlich und nahbar, und finden in ihrer rohen Ehrlichkeit die Lust am Leben und Geben ihrer Sounds. Eine beispielhafte Stimme einer Generation, die nach Halt sucht in einer Welt, in der digitale Inhalte oft realer und wichtiger wirken, als die Menschen, die uns umgeben. Nachrichten, Kriege, Ohnmacht ob der gesellschaftsumwälzenden Veränderungen und Aussicht auf … ja auf was für eine Zukunft eigentlich?

Channel Zero geben dieser Sehnsucht nach Gemeinschaft und der Suche nach der eigenen Zukunft einen Ton. Die Sehnsucht nach einem Mitternachtssnack mit Freunden, Sehnsucht nach Liebe, Sehnsucht nach dem Auf- und Vergehen in der eigenen Kunst. Das hörbare Bedürfnis nach Zusammenhalt und analogen Gefühlen bringt einen ehrlichen Moment der Ablenkung und des Trostes für alle anderen Suchenden ihrer Generation, die sich mitten in den ohrenbetäubenden Strömungen ihren eigenen Weg bahnen müssen. „Unsere Musik ist eine Flucht in eine andere Welt, ein Geschenk an alle Menschen mit stressigen Tagen.”, so Ecco, Sängerin des Duos.

Die beiden Musiker:innen haben keine Major‑Deal‑Ambitionen, sondern sind eher vielseitig interessierte Handwerker:innen: Klavierunterricht, Chor‑Erfahrungen, Waldorf‑Projekte, Selbstaufnahmen im Home‑Studio, das nach und nach mit besserem Equipment aufgerüstet wurde während die beiden viele ihrer Dates auf dem Bett mit der Gitarre in der Hand verbrachten. „Unsere Bindung an sich ist ja sowieso schon wirklich sehr stark. Wir machen super viel zusammen. Aber ich habe das Gefühl, wenn wir Musik zusammen machen, schweben wir nochmal auf einer komplett eigenen Wellenlänge.“, so Ecco. Dieses gegenseitige Verständnis zeigt sich nicht nur in ihren Arrangements, sondern auch darin, wie sie gegenseitig daran wachsen und sich zu mehr motivieren, neue Genres und neue musikalische Ideen - aktuell steht Rock auf der Todo-Liste, um Eccos Stimme etwas mehr Kraft zu geben, während sie weiterhin an Technik und Handwerk arbeiten: besseres Equipment, mehr Erfahrung beim Produzieren ohne sich in Perfektion zu verlieren oder auch eine selbstgebaute Vocal‑Proof‑Lösung, damit Hall und Instrumente nicht die Stimme überlagern.

Die persönlichen Geschichten hinter der Musik und ihrer Chemnitzer Schulzeit sind nicht immer leicht: Sie erzählen offen von schwierigen Schuljahren, von Mobbing, körperlichen Übergriffen und dem psychischen Zusammenbruch, der erst durch einen Schulwechsel mit der 10. Klasse beendet wurde. Diese Erfahrungen haben Spuren hinterlassen, aber auch eine Perspektive geöffnet: die Erkenntnis, wie wichtig ein unterstützendes Umfeld ist, und die Motivation, selbst etwas zu schaffen, das anderen Halt geben kann - eine Erfahrung vieler junger Menschen unserer Stadt als gefühlvolle Rohmasse, aus der Melodien und Zeilen voller Sehnsucht und Hoffnung entstehen, für etwas weniger Einsamkeit im Chemnitzer Großstadtleben.

Channel Zero suchen noch Mitmusiker: Schlagzeuger, Bassist, Gitarrist, Keyboarder, damit ihre Songs mit einer Band auch live ihre volle Wirkung entfalten. Wer Lust hat, schreibt einfach mal auf Insta bei Channelzero_official vorbei.

Instagram Accounts:
@Channelzero_official

@maksin.musik

https://open.spotify.com/artist/3ZxgNnKBIkEhhIIbYRSAEI?si=zn8tupVtR0Si1-6i_byMKA


Text: Marco Henkel | Fotos: Channel Zero

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