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Es beginnt mit einem ganz normalen Morgen in Chemnitz: Kaffeeduft in der Küche, Krümel auf dem Tisch, und die Instagram-Community entscheidet sich im Community Contest für die Frage aller Fragen: Wo gibt’s das beste Frühstück, den besten Brunch der Stadt?
Also haben wir euch abstimmen lassen. Herausgekommen ist ein Frühstücks-Podium, das ziemlich gut zeigt, wie Chemnitz morgens tickt. Platz 1: das Nomad, die Bäckerei- und Frühstücksmacht von nebenan, die gefühlt halb Chemnitz mit Sauerteig, Zimtschnecken und „Nur-noch-eins-auf-die-Hand“-Croissants versorgt. Mit 466 Stimmen eher eine Liebeserklärung als ein simples „Gefällt mir“.
Dahinter auf Platz 2: das Dreamers Café by Bohnenmeister. Inzwischen absolut etabliert in ganz Chemnitz, weit über den Brühl hinaus. Das Ergebnis zeigt: Egal, wer gerade die Bohnen röstet, der Laden ist im Frühstücks-Business angekommen. 379 Stimmen, viele davon vermutlich begleitet von Latte-Art, Sunrise Brunch und Bagel-Sandwich-Eskapaden.
Platz 3 geht ans Alex, den Platzhirsch in der Innenstadt. Ihr kennt es, ich wette ihr wart alle schon dort und ja, man bekommt einen soliden Brunch – ob verkatert, verplant oder einfach nur verfroren rübergeschlendert. 251 Stimmen sagen: Manchmal gewinnt der Ort, an dem sich alle irgendwann wieder treffen.
Übrigens: Während ihr über Grilled Sandwiches, Nomad-Stullen und Rührei diskutiert habt, bin ich abends auf den Kaßberg geschlendert, zu einem Ziel fernab jeder bisherigen Bestenliste. Theos heißt der Laden auf der Franz-Mehring Straße 7 und wenn ihr jetzt denkt „Kenn ich nicht“, dann seid ihr genau die Zielgruppe. Kleines Restaurant, überschaubare Karte, dafür Gerichte, die klingen wie: Genau das wollte ich schon immer mal in Chemnitz essen! In der Küche? Eine ungelernte Köchin, ganz nach dem Motto: Wer Talent hat, braucht keine Ausbildung. Alles frisch, alles auf den Punkt, mit dieser Note von „Hab ich einfach mal gemacht, weil ich es geil finde, wird dir auch gefallen“. Und liebe Leute, es gab Arancini! Diese gefüllten und frittierten Reisbällchen aus der süditalienischen Küche, welche ich im Urlaub immer geliebt habe. Ich frage mich, wenn sich jemand mit Bock da ran traut, warum findet man diese dann in keinem einzigen anderen italienischen Restaurant der Stadt? Der Service ist absolut herzlich und aufmerksam mit einem Lächeln, das nicht nach Schulung, sondern nach echter Laune aussieht.
Draußen sitzt man zwischen Kaßberg-Fassaden, drinnen gemütlich in warmem Licht und Gesprächen, die lauter werden, je tiefer man in die Karte eintaucht. Dazu gibt’s Cocktails, die zuverlässig gute Laune machen, und Fassbiere, bei denen man kurz überlegt, ob man nicht doch noch eine Runde bleibt.
Ob Community-Voting oder Kaßberg-Geheimtipp: Chemnitz kann Frühstück, kann Brunch und kann abends noch mal anders auftischen. Vielleicht ist genau das der Charme dieser Stadt: dass zwischen Bäckereimacht, Innenstadt-Klassiker und Kaßberg-Wohnzimmer noch Platz bleibt, für Neues, für Überraschungen, für den nächsten Stadtmoment, den ihr weitererzählt.
Text und Foto: @thetasteofchemnitz